Kategorie-Archiv: Bayern

Geschichten zu Burgen und Schlössern in Bayern.

Die Cadolzburg ist jetzt eine „Erlebnisburg“

Die Cadolzburg wurde nach dem Krieg weitgehend wieder aufgebaut / Fotos: Burgerbe.de
Die Cadolzburg wurde nach dem Krieg weitgehend wieder aufgebaut / Fotos: Burgerbe.de

Nach zwölf Jahren Umbau und Sanierung für 36,8 Millionen Euro hat die Cadolzburg nahe Fürth nun ein nagelneues Museum – und darf sich Erlebnisburg nennen.

Das 1500 Quadratmeter große Museum setzt auf Interaktion mit den Besuchern.

„Das einzigartige Mitmach-Museum lässt die Geschichte der Bewohner einer der repräsentativsten Burganlagen Bayerns hautnah nachvollziehen. Das ist einzigartig in Deutschland“, betonte Bayerns Heimatminister Markus Söder (CSU), der das Museum jetzt mit einem Staatsempfang eröffnete (hier die Pressemitteilung des Ministeriums).
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Schloss Stamsried: Die nächste Zwangsversteigerung

Schloss Stamsried in der Oberpfalz wird erneut zwangsversteigert. Am Donnerstag, 29. Juni, ist für 9 Uhr ein entsprechender Termin beim Amtsgericht Regensburg angesetzt.

Zusammen mit dem Schloss wird auch ein dazugehörendes Brauereigebäude mit Nebengebäuden versteigert. Das meldet die Mittelbayerische Zeitung.

Erst 2013 hatte ein Regensburger das Barockschloss bei einer Zwangsversteigerung gekauft, um sich „einen Lebenstraum zu erfüllen“. Das ging gründlich schief. Sein Gebot damals: 171.777 Euro. (Foto: Wikipedia/Schmid Marco, Thanried/CC BY-SA 3.0)
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Schloss Neuburg (Donau): Wo Ottheinrich Pleite ging

Pfalzgraf Ottheinrich wog in späteren Jahren fast 200 Kilo / Bild: gemeinfrei
Pfalzgraf Ottheinrich wog in späteren Jahren fast 200 Kilo / Bild: gemeinfrei

Ottheinrich von Pfalz-Neuburg 1522 zog als gerade 20-jähriger Herrscher auf Schloss Neuburg an der Donau ein, das zu diesem Zeitpunkt eher einer herunter gekommenen Burg glich.

Der junge Fürst war weitgereist: das Heilige Land, Kastilien, Aragon, Burgund und die Niederlande hatte er besucht und allerlei Ideen mitgebracht. Und nun wollte er eine standesgemäße Residenz für sich und den Hofstaat.

Also ließ er die alte Veste zum opulenten Renaissanceschloss umbauen. Geld spielte bei den jahrzehntelangen Arbeiten keine Rolle. Und genau dieser Umgang mit seinen Barmitteln sollte das größte Problem des Fürsten werden…
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Schloss Wörth: Festung der Regensburger Fürstbischöfe

Luftbild Schloss Wörth Donau
Luftbild von Schloss Wörth / Foto: gemeinfrei / Oben: Das Tor zum Schloss / Foto: Burgerbe.de

Johannes von Thurn und Taxis (1926-1990) genoss das Jetset-Leben in vollen Zügen, bevor er seine Gloria kennenlernte. Doch dazu braucht auch ein Multimillionär regelmäßig frisches Geld.

Und was liegt da näher, als Familienbesitz zu verkaufen, dessen Erhalt eh nur Kosten verursacht.

Und so trennte sich der Adelige 1978 vom Thurn-und-Taxis-Schloss Wörth an der Donau. Die bestens erhaltene schlossartige Renaissancefestung ging für einen unbekannten Betrag an einen Bauunternehmer.
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Hohes Schloss Bad Grönenbach: Fuggers finstere Felsenburg

Das Hohe Schloss Bad Grönenbach / Fotos: Burgerbe.de
Das Hohe Schloss Bad Grönenbach / Fotos: Burgerbe.de

Düster, trutzig, kalt: Das Hohe Schloss Bad Grönenbach macht – zumindest an einem wolkenverhangenen Tag – den Eindruck, es stecke voller gruseliger Geschichten.

Für die Sonderschüler, die ab 1939 hier paukten und die Geistig Behinderten, die ab 1979 hier eingesperrt waren, war es sicher kein Zuckerschlecken.

Auch die Geschichte dieser bayerisch-schwäbischen Felsenburg ist voller kriegerischer Momente: Der älteste Teil stammt von 1280 (zuvor wird es hier bereits eine Fliehburg gegeben haben).

200 Jahre lang hatten hier die von Rothensteins das Sagen, gefolgt von den von Pappenheim. Damals war die Burg mit weniger Fenstern ausgestattet – und umso wehrhafter.

Die Schlossherrn waren bei der Bauernschaft wohl einigermaßen verhasst. Doch ein Versuch, aufständischer Bauern, die von einem rund zehn Meter tiefen Graben umgebene Anlage 1525 zu stürmen, endete in einer erfolglosen Belagerung und einigen Schäden.
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