Kategorie-Archiv: Bayern

Geschichten zu Burgen und Schlössern in Bayern.

Reichlich Funde bei Ausgrabung auf Burg Falkenstein (Flintsbach)

Bei den Bodenuntersuchungen wurde ein Stück Mauer entdeckt, das in der Vergangenheit Teil eines bisher unbekannten Gebäudes war. Sie grenzt an die Ringmauer der Burgruine Falkenstein. Foto: Landkreis Rosenheim / Foto oben: Wikipedia / Rufus46 / CC-BY-SA 3.0
Bei den Bodenuntersuchungen wurde ein Stück Mauer entdeckt, das in der Vergangenheit Teil eines bisher unbekannten Gebäudes war. Sie grenzt an die Ringmauer der Burgruine Falkenstein. Foto: Landkreis Rosenheim / Foto oben: Wikipedia / Rufus46 / CC-BY-SA 3.0

Bei Ausgrabungen auf der Burg Falkenstein bei Flintsbach am Inn nahe Rosenheim öffnete sich ein Fenster in das Leben auf einer Burg im Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Die Archäologen fanden Reste von Keramikgefäßen und Ofenkacheln aus dem 12. bis zum 18. Jahrhundert.

Die Grabungen ergaben zudem, dass das Bodenniveau im Innenhof der Burg früher deutlich niedriger war als heute. Fazit der Forscher: Die mächtigen Schuttauffüllungen drücken offenbar auf die Ringmauer, sie sollten daher abgetragen werden.

Die Archäologen gruben an drei Stellen. Nirgendwo erreichten sie den Fels, auf dem die Grundmauern der Burg aus der Zeit des Burgbaus um das Jahr 1300. Das tiefste erreichte Niveau wird der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zugerechnet.
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Die Cadolzburg ist jetzt eine „Erlebnisburg“

Die Cadolzburg wurde nach dem Krieg weitgehend wieder aufgebaut / Fotos: Burgerbe.de
Die Cadolzburg wurde nach dem Krieg weitgehend wieder aufgebaut / Fotos: Burgerbe.de

Nach zwölf Jahren Umbau und Sanierung für 36,8 Millionen Euro hat die Cadolzburg nahe Fürth nun ein nagelneues Museum – und darf sich Erlebnisburg nennen.

Das 1500 Quadratmeter große Museum setzt auf Interaktion mit den Besuchern.

„Das einzigartige Mitmach-Museum lässt die Geschichte der Bewohner einer der repräsentativsten Burganlagen Bayerns hautnah nachvollziehen. Das ist einzigartig in Deutschland“, betonte Bayerns Heimatminister Markus Söder (CSU), der das Museum im Juni 2017 mit einem Staatsempfang eröffnete (hier die Pressemitteilung des Ministeriums).
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Schloss Stamsried: Die nächste Zwangsversteigerung

Schloss Stamsried in der Oberpfalz wird erneut zwangsversteigert. Am Donnerstag, 29. Juni, ist für 9 Uhr ein entsprechender Termin beim Amtsgericht Regensburg angesetzt.

Zusammen mit dem Schloss wird auch ein dazugehörendes Brauereigebäude mit Nebengebäuden versteigert. Das meldet die Mittelbayerische Zeitung.

Erst 2013 hatte ein Regensburger das Barockschloss bei einer Zwangsversteigerung gekauft, um sich „einen Lebenstraum zu erfüllen“. Das ging gründlich schief. Sein Gebot damals: 171.777 Euro. (Foto: Wikipedia/Schmid Marco, Thanried/CC BY-SA 3.0)
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Schloss Neuburg (Donau): Wo Ottheinrich Pleite ging

Pfalzgraf Ottheinrich wog in späteren Jahren fast 200 Kilo / Bild: gemeinfrei
Pfalzgraf Ottheinrich wog in späteren Jahren fast 200 Kilo / Bild: gemeinfrei

Ottheinrich von Pfalz-Neuburg 1522 zog als gerade 20-jähriger Herrscher auf Schloss Neuburg an der Donau ein, das zu diesem Zeitpunkt eher einer herunter gekommenen Burg glich.

Der junge Fürst war weitgereist: das Heilige Land, Kastilien, Aragon, Burgund und die Niederlande hatte er besucht und allerlei Ideen mitgebracht. Und nun wollte er eine standesgemäße Residenz für sich und den Hofstaat.

Also ließ er die alte Veste zum opulenten Renaissanceschloss umbauen. Geld spielte bei den jahrzehntelangen Arbeiten keine Rolle. Und genau dieser Umgang mit seinen Barmitteln sollte das größte Problem des Fürsten werden…
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Schloss Wörth: Festung der Regensburger Fürstbischöfe

Luftbild Schloss Wörth Donau
Luftbild von Schloss Wörth / Foto: gemeinfrei / Oben: Das Tor zum Schloss / Foto: Burgerbe.de

Johannes von Thurn und Taxis (1926-1990) genoss das Jetset-Leben in vollen Zügen, bevor er seine Gloria kennenlernte. Doch dazu braucht auch ein Multimillionär regelmäßig frisches Geld.

Und was liegt da näher, als Familienbesitz zu verkaufen, dessen Erhalt eh nur Kosten verursacht.

Und so trennte sich der Adelige 1978 vom Thurn-und-Taxis-Schloss Wörth an der Donau. Die bestens erhaltene schlossartige Renaissancefestung ging für einen unbekannten Betrag an einen Bauunternehmer.
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