Archiv der Kategorie: Berlin

Geschichten aus der Welt der Berliner Schlösser: Vom alten/neuen Stadtschloss bis zu Schloss Charlottenburg.

Schloss Dammsmühle soll Luxushotel werden


Parkseite von Schloss Dammsmühle. Foto: Wikipedia / Doris Antony / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Wikipedia / Olaf Tausch / CC-BY-SA 3.0

Das verfallende Schloss Dammsmühle in Wandlitz-Schönwalde nördlich von Berlin soll zum Luxushotel werden.

Zu der Investorengruppe, die das leer stehende einstige Gästehaus der Stasi 2017 gekauft hat und es nun denkmalgerecht umbauen will, gehört auch der Berliner Gastronom Roland Mary, Inhaber des Nobel-Restaurants Bochardt.

Der Entwurf sehe ein Hotel mit Spa-Bereich und Restaurant vor, erklärte Ortsvorsteherin Maria Brandt (SPD) der Deutschen Presseagentur dpa.

Die Investoren hoffen im Lauf des Jahres 2019 eine Baugenehmigung zu bekommen und das Projekt dann innerhalb der folgenden zwei Jahre zu beenden.
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Berliner Stadtschloss-Wiederaufbau: 18 Millionen Euro fehlen

Das wiederufgebaute Berliner Stadtschloss mit Kuppel  (Computersimulation) / Bild: Wikipedia/eldaco
Das wiederufgebaute Berliner Stadtschloss mit Kuppel (Computersimulation) / Bild: Wikipedia/eldaco / Foto oben (Juni 2015): Miriam Guterland CC-BY-SA 3.0

Ein Jahr vor der geplanten Eröffnung des wieder aufgebauten Berliner Stadtschlosses fehlen 18 Millionen Euro, und es gibt keine Zeitpuffer mehr. Wird das Stadtschloss zur ewigen Baustelle wie der Hauptstadtflughafen BER?

Beim Förderverein des Schlosses ist man zuversichtlich, die fehlenden Gelder in Form von Spenden einnehmen zu können. Das berichtet die Deutsche Presseagentur.

Das Geld ist für die Rekonstruktion der Fassade gedacht. Insgesamt sollen 105 Millionen Euro an Spenden zusammenkommen, viele Spenden-Aktionen sind bereits erfolgreich gelaufen, wie die gesponderten „Steine fürs Berliner Schloss„.
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Neues Palais: 1000 vergessene Briefe der Kaiserin Auguste

In der Ausstellung Kaiserdämmerung werden die Briefe gezeigt - und Transportkisten für die Wertsachen des Kaisers / Foto: © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
In der Ausstellung Kaiserdämmerung werden die Briefe der Kaiserin gezeigt – und Transportkisten für die Wertsachen des Kaisers / Foto: © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto Briefe: SPSG / Jörg Kirschstein

Den ganz großen Mediencoup erhoffte sich die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten aus dem Inhalt des Juwelentresors der letzten deutschen Kaiserin Auguste. Der dämmerte seit Jahrzehnten verschlossen hinter der Wand des Ankleidezimmers der Kaiserin im Neuen Palais in Potsdam vor sich hin. Und der Schlüssel war pfutsch.

Mehrere Versuche, den Stahlschrank denkmalgerecht zu öffnen, scheiterten. Also wurde er angebohrt und per Mini-Kamera ausgeforscht. Ergebnis: Der Tresor ist leer.

Keine wirkliche Überraschung, wenn man bedenkt, dass die Kaiserin im Zuge der Revolution und des Sturzes der Monarchie 1918 genug Zeit hatte, ihre Juwelen einzupacken und mit ins Exil nach Haus Doorn zu nehmen.
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Die schönsten Schlösser in Berlin und Potsdam

mit Kuppel Das wiederufgebaute Berliner Stadtschloss mit Kuppel  (Computersimulation) / Bild: Wikipedia/eldaco
Das wieder aufgebaute Berliner Stadtschloss mit Kuppel (Computersimulation) / Bild: Wikipedia/eldaco / Foto oben: Schloss Charlottenburg / Wikipedia / Times / CC-BY-SA 2,5

Berlin ist auch eine Stadt der Schlösser. Wobei man immer auch ans nahe Potsdam denken sollte. Denn die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin sind als Unesco-Welterbestätten anerkannt.

Das Berliner Stadtschloss ist aktuell eher eine Attraktion für Baustellentouristen. Es wird bekanntlich nach dem historischen Vorbild wieder aufgebaut.

Die Eröffnung des neuen Humboldt-Forums („das neue Kulturzentrum im Herzen Berlins“) im Stadtschloss ist für den 14. September 2019 geplant.
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Neues Palais: Die Kaiserdämmerung Wilhelms II.

Uniformen aus dem Besitz Kaiser Wilhelms II.: Feldbluse zur feldgrauen Friedensuniform M 1915 des 1. Garde-Regiments zu Fuß, 1919; Parade-Uniform des Leib-Garde-Husaren-Regiments, 1932. Museum Haus Doorn / Foto: Jörg Kirschstein © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Uniformen aus dem Besitz Kaiser Wilhelms II.: Feldbluse zur feldgrauen Friedensuniform M 1915 des 1. Garde-Regiments zu Fuß, 1919; Parade-Uniform des Leib-Garde-Husaren-Regiments, 1932. Museum Haus Doorn / Foto: Jörg Kirschstein
© Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto oben: Wikipedia / The weaver / CC-BY-SA 3.0 (Montage Kaiser Wilhelm von mir)

Am 29. Oktober 1918 hielt Kaiser Wilhelm II. die Fassade ein letztes Mal aufrecht. Im Apollosaal des Neuen Palais in Potsdam aß er mit Kaiserin Auguste und Sohn Prinz Oskar. Natürlich mit edlem Besteck von feinstem Porzellan und ohne jeglich Gedanken an die Rationierung.

Einen gesunden Appetit dürften Majestät nicht gehabt haben: Die Nachrichten von den Fronten waren niederschmetternd, in Wilhelmshafen rüstet die Flotte zur letzten Schlacht, und die Franzosen forderten ein Ende der Monarchie als Voraussetzung für einen Waffenstillstand.

In Kürze würde er Deutschland endgültig verlassen, um zunächst ins belgische Spa zu reisen, zum Großen Hauptquartier der Armee.

Im Neuen Palais kann man sich hundert Jahre nach den Ereignissen in der Ausstellung „Kaiserdämmerung“ in die turbulenten Tage der untergehenden Monarchie und der ausbrechenden Revolution zurückversetzen.
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