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Schloss Friedenstein: Tausende Besucher sahen gestohlene Gemälde

Frontalansicht der Fassade von Schloss Friedenstein in Gotha
Schloss Friedenstein in Gotha – vom gegenüberliegenden Museum aus gesehen / Foto (und Foto oben): Burgerbe.de

Es war der spektakulärste Kunst-Diebstahl der DDR: Fünf wertvolle Ölgemälde wurden von einem oder mehreren Unbekannten in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1979 auf Schloss Friedenstein gestohlen.

Nach Verjährung des „Kunstraub von Gotha“ genannten Verbrechens, sind die Werke von Jan Brueghel dem Älteren, Anthonis van Dyck, Jan Lievens und Hans Holbein dem Älteren nun heimgekehrt. Plakate verkünden: „Sie sind zurück“

Sie waren in der Woche bis 26. Januar 2020 im herzoglichen Museum Gotha zu sehen. Das Interesse an den Kunstwerken war enorm. Nun gibt es auch Hinweise auf den oder die Täter.
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Schloss Waldburg: Wo der Kronschatz der Staufer sicher war

Schloss Waldburg von Südosten / Foto: Wikipedia / Flodur63 / CC-BY-SA 4.0 / Foto oben: Andreas Praefcke / CC-BY-SA 4.0
Schloss Waldburg von Südosten / Foto: Wikipedia / Flodur63 / CC-BY-SA 4.0 / Foto oben: Andreas Praefcke / CC-BY-SA 4.0

Wer im Mittelalter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches werden (und dauerhaft bleiben) wollte, brauchte die Reichskleinodien: Reichsapfel, Reichsschwert und die „heilige Lanze“.

Ab 1220 – Vor 800 Jahren – lagen die Symbole der Herrschaft über das Reich sicher verwahrt auf der Waldburg nahe Ravensburg. Und das gut 23 Jahre lang,

Die Burg 15 Kilmeter nördlich des Bodensees war damit eine der wichtigsten Festungen des Reiches. Ab Ostern 2020 wird das auf dem heutigen Schloss Waldburg mit der Sonderausstellung „800 Jahre Kronschatz auf der Waldburg“ gefeiert.

Die Waldburg entstand im 12. Jahrhundert. Die Waldburger galten als treue Parteigänger der Staufer. Burgherr Eberhard von Tanne Waldburg (1170–1234) entwickelte sich zu einem der einflussreichsten Männer des Reiches. Schloss Waldburg: Wo der Kronschatz der Staufer sicher war weiterlesen

Schloss Baldern: Waffenkammer der Oettingen-Wallerstein

Innenhof von Schloss Baldern nahe Bopfingen / Fotos: Burgerbe.de

Auf einem Felsen zwischen Schwäbischer Alb und Nördlinger Ries lag im Hochmittelalter eine trutzige Stauferburg. Burg Baldern war der Mittelpunkt der kleinen Herrschaft Baldern.

Heute steht an dieser Stelle das Schloss Baldern, ein weithin bekanntes barockes Schmuckstück. Die Gemäuer an dieser Stelle sind seit fast 500 Jahren im Besitz der Familie Oettingen (jetzt Oettingen-Wallerstein).

In den Jahrhunderten hatten die Adeligen viel Zeit, ihre Hobbies zu pflegen. Zum Beispiel das Zusammentragen von historischen Schwertern, Rüstungen und Schießeisen. Daher berherbergt das Schloss heute eine der größten privaten Waffensammlungen Europas.
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„Die drei Königskinder“: Märchen-Drehort Schloss Sigmaringen


Dreharbeiten für Königskinder am Drehort Schloss Sigmaringen. Bild: Screenshot YouTube / Bild oben: Burgerbe.de

Prinzen und Prinzessinnen im Märchen haben’s gelegentlich schwer. Zum Beispiel „Die drei Königskinder“ im neuen ARD-Weihnachtsmärchen 2019. Die wachsen nämlich weit unter ihrem Stand in einer Gärtnersfamilie auf. Das geht natürlich gar nicht.

Einer der Drehorte der sagenhaften Geschichte war Schloss Sigmaringen. Und das bedeutet malerische Aufnahmen. Normale Touristen dürfen innerhalb der ehrwürdigen Mauern des einstigen Hohenzollernschen Residenzschlosses nicht fotografieren.

Für das Filmteam vom SWR machte Schlosherr seine Hoheit Karl Friedrich Fürst von Hohenzollern eine Ausnahme.
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Als Burg Ulmen den Schatz der Christenheit hütete

Die Burgruine Ulmen über dem Ulmener Maar / Fotos: Burgerbe.de

1208 beherbergte die beschauliche Burg Ulmen in der Eifel einige der bedeutendsten Reliquien des Abendlands. Darunter Splitter vom „wahren Kreuz Christi“ in einer schweren vergoldeten Kiste, die Burgherr Ritter Heinrich von Ulmen gerade vom turbulenten vierten Kreuzzug mitgebracht hatte.

Diese Splitter stellten in den Augen der Zeitgenossen so eine Art Mischung aus Tolkiens Ring der Macht und dem Heiligen Gral dar.

Allein die Anwesenheit dieser religiös immens bedeutsamen Stücke auf einer eher schwach verteidigten Anlage weckte sofort massive Begehrlichkeiten.

Es war heiße Ware. Gestohlen, unterschlagen und mit dem Potenzial, ruinöse Kriege ebenso wie finanziell einträgliche Wallfahrten auszulösen.
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