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Wasserschloss Werdringen: Als an der Ruhr noch Mammuts grasten

Das Mammut von Schloss Werdringen / Foto: Burgerbe.de
Das Mammut von Schloss Werdringen / Foto: Burgerbe.de

Kreationisten werden auf Schloss Werdringen sicher nicht glücklich. Freunde von zotteligen Mammuts mit Interesse an der Geschichte unserer frühen Vorfahren um so eher.

Das Wasserschloss im Hagener Ortsteil Vorhalle beherbergt nämlich ein Museum für Ur- und Frühgeschichte.

Vor 400 Millionen Jahren lag die heutige Rhein-Ruhr-Region noch in Äquatornähe. Es liefen noch keine Saurier durch die teils alpine Landschaft, aber immerhin rauschten riesige Farne im feuchtwarmen Wind.

Fossilien dieser Pflanzen aus Westfalen sind im Museum zu sehen. Es sind die ältesten bislang hier gefundenen Exemplare aus der Zeit des Devon.
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Schloss Possenhofen: Als Drehort für „Sissi“ nicht romantisch genug

Ikonen des Heimatfilms: "Sissi" und "Franzl". Angefangen hat alles auf Schloss Possenhofen (Screenshot Youtube) / Foto oben: Foto: Wikipedia/Schlaier/CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Ikonen des Heimatfilms: „Sissi“ und „Franzl“. Angefangen hat alles auf Schloss Possenhofen (Screenshot Youtube) / Foto oben: Foto: Wikipedia/Schlaier/CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0

Sissi-Fans müssen jetzt ganz stark sein: Schloss Possenhofen, auch bekannt als „Sissi-Schloss“, wo die spätere Kaiserin Elisabeth von Österreich als bayerische Teenie-Prinzessin mit ihren Geschwistern herumtollte, sieht in der Realität ganz anders aus als im schmalzigen Kinofilm von 1955.

„Sissi“-Regisseur Ernst Marischka hatte sich das Schloss am Starnberger See durchaus angesehen. Der Bau mit seinen vier Zinnentürmen wirkt allerdings auch heute noch eher wehrhaft als romantisch, zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war er zudem arg heruntergekommen.

Marischka, auf der Suche nach der passenden Filmkulisse für den ersten Teil der Heimatschnulze, sagte Nein.

Nun musste Ersatz her…
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Neues Palais: 1000 vergessene Briefe der Kaiserin Auguste

In der Ausstellung Kaiserdämmerung werden die Briefe gezeigt - und Transportkisten für die Wertsachen des Kaisers / Foto: © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
In der Ausstellung Kaiserdämmerung werden die Briefe der Kaiserin gezeigt – und Transportkisten für die Wertsachen des Kaisers / Foto: © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg / Foto Briefe: SPSG / Jörg Kirschstein

Den ganz großen Mediencoup erhoffte sich die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten aus dem Inhalt des Juwelentresors der letzten deutschen Kaiserin Auguste. Der dämmerte seit Jahrzehnten verschlossen hinter der Wand des Ankleidezimmers der Kaiserin im Neuen Palais in Potsdam vor sich hin. Und der Schlüssel war pfutsch.

Mehrere Versuche, den Stahlschrank denkmalgerecht zu öffnen, scheiterten. Also wurde er angebohrt und per Mini-Kamera ausgeforscht. Ergebnis: Der Tresor ist leer.

Keine wirkliche Überraschung, wenn man bedenkt, dass die Kaiserin im Zuge der Revolution und des Sturzes der Monarchie 1918 genug Zeit hatte, ihre Juwelen einzupacken und mit ins Exil nach Haus Doorn zu nehmen.
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Game of Thrones-Drehort: Wohnungen auf Burg Schnellwasser zu verkaufen

Burg Schnellwasser (Riverrun) bei "Game of Thrones" / Bild; Screenshot Youtube
Burg Schnellwasser (Riverrun) bei „Game of Thrones“ / Bild: Screenshot Youtube / Foto oben: Schnellwasser „in echt“: Gosford Castle (gemeinfrei)

Die mächtige Wasserburg Schnellwasser (Riverrun) aus „Game of Thrones“, in der HBO-Serie Stammsitz des Hauses Tully und praktisch uneinnehmbar, steht teilweise zum Verkauf.

Interessenten können für sechs Luxus-Appartements in Kernstücken des GoT-Drehorts Gosford Castle in Nordirland Gebote ab 500.000 Pfund abgeben, das entspricht rund 562.000 Euro.

Das wäre ein Schnäppchenpreis, angesichts des luxuriösen Standards und der enormen Vermarktungsmöglichkeiten als „Game of Thrones“-Schloss.

Eine Convention mit ein paar GoT-Darstellern als Köder würde sicher tausende Fans auf Selfie- und Merchandise-Jagd auch in diesen Winkel Nordirlands ziehen.

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Burg Oberranna für 5 Millionen Euro zu verkaufen

Verkaufsanzeige für Burg Oberranna auf "willhaben.at" / Bild: Screenshot willhaben.at
Verkaufsanzeige für Burg Oberranna auf „willhaben.at“ / Bild: Screenshot willhaben.at / Foto oben: Wikipedia / Lydia Nemetz / CC-BY-SA 3.0

Einer Salzburger Maklerfirma ist mit dem Angebot von Burg Oberranna ein PR-Coup gelungen. Die Firma hatte Ende Juli 2018 die in der Wachau gelegene Burg für fünf Millionen Euro im Portal willhaben.at zum Verkauf eingestellt – mit mageren 15 Zeilen Text und zwölf Fotos.

Reihenweise verbreiteten österreichische Online-Medien die Nachricht: von oe24.at über heute.at bis zur Digital-Ausgabe von Standard und ORF. Tja, und dann … verschwand die Anzeige wieder. Ob das Ganze nur ein Werbegag war, jemand kalte Füße bekommen oder sich so schnell ein solventer Käufer gefunden hat? Unklar.

Jedenfalls dürfte der Bekanntheitsgrad der Burg in Privatbesitz, auf der man bis 2017 Appartements und Doppelzimmer mieten konnte, sprunghaft gestiegen sein (2018 nimmt das Gästehaus eine „Auszeit“).
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