Burg Steinsberg

Burg Steinsberg: Achteckiger Bergfried wird saniert

Der Bergfried von Burg Steinsberg / Fotos: Burgerbe.de
Der Bergfried von Burg Steinsberg / Fotos: Burgerbe.de

Der Bergfried der Burg Steinsberg ist der einzige achteckige Bergfried nördlich der Alpen. Den einzigartigen Staufer-Bau zu sanieren dürfte 1,2 Millionen Euro kosten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz beteiligt sich mit 100.000 Euro.

Erschwert wird die seit Anfang 2017 laufende Sanierung durch den Baustoff: Empfindliche staufische Buckelquader aus Sandstein, deren Aussenseite im Lauf der Jahrhunderte porös geworden ist. Lädierte Steine müssen aufwendig neu modelliert werden.

Die Außenmauern der 1101 erstmals erwähnten Burg sind spiralförmig um die innere Burg angelegt.

Erst, wenn man drei Tore passiert hat, steht man vor dem Haupttor. Mauern und der 30 Meter hohe Bergfried sind bis heute erhalten und verleihen der Burg einen durchaus majestätischen Anblick.


Mauern und Bergfried
Mauern und Bergfried

Ab circa 1200 ließen die Grafen von Oettingen im Auftrag der Stauferkaiser Friedrich Barbarossa und Friedrich II. die zwölfeckige Kernburg mit Ringmauer und Bergfried errichten, die nach und nach erweitert wurde.

Der Bergfried entstand zwischen 1225 und 1250. Der aus vier Meter dicken Mauern aus Keupersandstein bestehende Bau weist eine Höhe von 30 Metern sechs Geschosse auf.

Diese sind durch ungewöhnliche Scheingewölbe voneinander getrennt. Der als letzter Rückzugsort der Burgbesatzung konzipierte Bergfried besaß ursprünglich einen Eingang in einer Höhe von mehr als zehn Metern. Dieser war lediglich über einen Steg und eine Zugbrücke zugänglich.

Während der Bauernkriege wurde die die Landschaft prägende Burg durch aufgebrachte Bauern teilweise zerstört, zwischen 1527 und 1556 durch Bußgelder der Bauernschaft wieder instandgesetzt, verfiel jedoch im Verlauf des 18. Jahrhunderts zunehmend.

Plan der Burg Steinsberg
Plan der Burg Steinsberg

Nachdem die Stadt Sinsheim die Burg 1972 kaufte, begannen erste Instandsetzungs-Arbeiten. Mittlerweile weist der Bergfried wieder starke Schäden auf.

Neben Rissen sind vor allem Auswaschungen an Fugen und Mauerwerks-Ausbrüche festzustellen. Die gefährdetsten Bereiche wurden notgesichert.

Weiterlesen:
Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet: „100.000 Euro von Glücksspirale und Stiftung“ und „Sinsheim: Sanierung des Bergfrieds hat begonnen

Quelle:
Dieser Artikel basiert auf einer Pressemittleilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Bergfried von Burg Steinsberg bei Sinsheim wird saniert

 



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