Schloss Dillich / Foto: Wikipedia / Cosal / CC-BY-SA 4.0

Schloss Dillich wird Buddha-Tempel

Schloss Dillich in Borken ist verkauft / Foto (und Foto oben): Wikipedia / Cosal / CC-BY-SA 4.0
Schloss Dillich in Borken ist verkauft / Foto (und Foto oben): Wikipedia / Cosal / CC-BY-SA 4.0

Schloss Dillich im nordhessischen Borken hat einen neuen, religiösen Besitzer: Der Verein „Buddha Dhamma Bhom Wimutti“ hat das Schloss mit Ursprüngen im 14. Jahrhundert erworben.

Der Verein will das Schloss als buddhistisches Schulungszentrum nutzen. Neun Nonnen und sechs Mönche – leicht erkenbar an ihren orangefarbenen Gewändern – sind bereits eingezogen.

Der Kaufpreis soll unter einer Million Euro liegen. Das Geld kam durch Spenden aus Thailand zusammen. Der thailändische Lehrmeister des Vereins, Amnat Klanprachar, soll von dem Schloss begeistert sein.

Das Schloss entstand 1361 an der Stelle einer früheren Wasserburg. Hier saßen jahrhundertelang die Herren von Dalwigk. Sie ließen das Schloss zwischen 1575 bis 1591 zur schmucke Renaissanceanlage umbauen, die jedoch dem Dreißigjährigen Krieg zum Opfer fiel.

Schloss Dillich / Foto: Wikipedia / Cosal / CC-BY-SA 4.0
Schloss Dillich / Foto: Wikipedia / Cosal / CC-BY-SA 4.0

Es folgte ein Wiederaufbau der Jahre 1680 bis 1730. Auch davon ist nicht mehr viel zu sehen. Der heutige Zustand des Schlosses entstammt einem grundlegenden Umbau durch den hohen Beamten Karl Rieß von Scheurnschloß. Dieser wünschte sich 1910 ein Schloss im Stil der Weserrenaissance und ließ es entsprechend gestalten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Schloss Sitz von US-Soldaten und bis 1948 Unterkunft für Displaced Persons. Die Erbe von Rieß von Scheurnschloß verkauften 1960 an einen Unternehmer. Dessen Erben veräußerten es jetzt an die Möchen und Nonnen aus Thailand.

Der Verein könnte laut Mannheimer Morgen langfristig auch Deutsche als „Mönche auf Zeit“ aufnehmen und sie auf Deutsch in buddhistischen Lehren unterweisen.

Mit diesem Video sammelte der Verein Spenden in Thailand:

Weiterlesen:
Im Mannheimer Morgen berichtet Göran Gehlen: „Die Buddhas vom Schloss Dillich

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