Burg Schwalbach

Sanierung von Burg Schwalbach dauert noch bis 2020

So sah die Burg 2004 vor Beginn der Sanierung aus / Foto: Wikipedia / Johannes Robalotoff / CC-BY-SA 2.5
So sah die Burg 2004 vor Beginn der Sanierung aus. Der runde Bergfried ist 40 Meter hoch / Foto: Wikipedia / Johannes Robalotoff / CC-BY-SA 2.5 / Foto oben: Wikipedia / Alexander Hoernigk / CC-BY-SA 3.0

Die seit sieben Jahren laufende Sanierung von Burg Schwalbach im Taunus zieht sich hin. 6,7 Millionen Euro hat das Land Rheinland-Pfalz bereits investiert: 1,6 Millionen Euro fehlen noch (sie sind auch noch nicht fest zugesagt).

Das meldet die Nassauische Neue Presse, die mit Burgschwalbachs Bürgermeister Ehrenfried Bastian vor Ort war.

Das 1059-Einwohner-Örtchen unterhalb der Burg feiert 2018 sein 650-jähriges Bestehen. Gerne hätte man die fertig sanierte Burg einbezogen, die nach Ansicht der Einwohner natürlich „die schönste der Taunusburgen ist“. Aber nun wird es voraussichtlich bis 2020 dauern, bis die Gerüste verschwinden.

Als nächstes ist die Herrichtung der Burgkapelle und des Westbaus mit seine Gefängnisturm und der Ringmauer geplant. In der Kapelle sollen später Trauungen stattfinden können.

Den Auftrag zum Bau der Burg gab um 1368 Graf Eberhard V. von Katzenelnbogen. Es entstand eine fünfeckige Burg aus Schieferbruchstein mit bis zu fünf Meter dicken Mauern auf einem Felssporn – der 40 Meter hohe Bergfried war durch einen eigenen Graben gesichert – eine äußert wehrhafte Anlage.

Sie sollte die Nordostgrenze seines Territoriums sichern. Ab 1536 hatte hier das Haus Nassau das Sagen. Graf Wilhelm von Nassau-Weilburg machte die Anlage 1594 zu seiner Residenz und herrschte vergnügt über den Kleinstaat.

Seine Witwe Erika blieb nach dem Tod des Grafen hier bis 1628 wohnen. Sie ließ auch die verfallene, mittelalterliche Schlosskapelle restaurieren.

1737, das Schloss gehörte zur Herrschaft Nassau-Usingen, erschien den Behörden der Erhalt der Anlage als zu teuer. Das Inventar wurde verkauft. Holzbalken abmontiert und auch das Dach geöffnet.

Das Torhaus von Burg Schwalbach bewahrte der Zimmermeister Georg Philipp Schnabel vor dem Verfall. Er kaufte es 1817. Die Familie öffnete auf der Burg schließlich 1858 ein Restaurant. Heute liegt das Gästehaus Auszeit am Fuß der Burg.

Das Land wurde tätig, als 2006 Zinnen aus der Ringmauer herausgebrochen waren. 2010 begann schließlich die Sanierung. Nun sind drei von vier geplanten Bauabschnitten fertig.

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