Schloss Fürstenau / gemeinfrei

Schloss Fürstenau: Einbrecher festgenommen

Der Eingang zu Schloss Fürstenau / Foto: Wikipedia / Thomas Pusch / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: gemeinfrei
Der Eingang zu Schloss Fürstenau / Foto: Wikipedia / Thomas Pusch / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: gemeinfrei

Reichlich Scherben hinterließ ein Einbrecher in der Nacht zu heute bei seinem Eindringen auf Schloss Fürstenau. Eine Glastür, die zu einem Büro führte, zerschlug er kurzerhand.

Ein Wachdienst konnte den Einbrecher stellen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung.

Was der Täter nicht wusste: Das Schloss ist durch einen „stillen Alarm“ gesichert. Werden Fenster oder Türen aufgebrochen, wird der Wachdienst alarmiert.


Viel zu holen gibt es im Schloss ohnehin nicht: Es ist Sitz der Fürstenauer Stadtverwaltung. Der Mann war durch ein Fenster ins Schloss geklettert. Bei seiner versuchten Diebestour brach er mehrere Fenster und Türen auf. Der Sachschaden sei beträchtlich, teilt die Verwaltung mit. Jetzt sind im Schloss erstmal die Handwerker am Zug.

Schloss Fürstenau geht auf eine von Gräften (Wassergräben) umgebene Burg des Fürstbistums Osnabrück zurück. Fürstbischof Johann IV. von Hoya (1553–1574) ließ die Festungswerke erheblich ausbauen und – ganz im Geist der Zeit – Gärten anlegen.

Der Landesherr wählte das Fürstenau als dauerhafte Residenz und erhob die Burg 1556 zur Hauptfestung seines Fürstbistums. 1630 entstand die charakteristische, hoch aufragende Turmhaube.

Die restaurierte Nordostbastion erinnert an die Zeit, als Schloss Fürstenaus eine schwer einnehmbare Festung war / Foto: Wikipedia / Thomas Pusch / CC-BY-SA 3.0
Die restaurierte Nordostbastion erinnert an die Zeit, als Schloss Fürstenaus eine schwer einnehmbare Festung war / Foto: Wikipedia / Thomas Pusch / CC-BY-SA 3.0

Im Dreißigjährigen Krieg war Fürstenau umkämpft: Mehrmals eroberten protestantische Truppen die Burg, nur um postwendend von den kaiserlichen wieder hinausgedrängt zu werden. Kurz vor Ende des Krieges, im Juni 1647, nahmen die Schweden die Anlage nach einwöchiger Belagerung ein.

Die Fürstbischöfe residierten anschließend in Iburg und später im Osnabrücker Schloss. Die Festungswerke Fürstenaus verfielen, der Schlossgraben wurde trockengelegt.

1817, nachdem das Königreich Hannover Osnabrück übernommen hatte, wurde ein Teil des Schlosses zur Pfarrkirche. In den anderen Flügeln zogen Amtsgericht mit 1720 neu gebautem Gefangenenhaus (genutzt bis 1971) und Dienstwohnungen. Dort ist nun seit 1977 die Verwaltung von Stadt und Samtgemeinde untergebracht.

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Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet: „Einbruch ins Schloss Fürstenau endet mit Festnahme

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