Schloss_Herdringen

Castle Beat und Cro auf Schloss Herdringen

Cro war da / Foto: Wikipedia / Avida / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Dr.G.Schmitz / CC-BY-SA 3.0
Cro war da / Foto: Wikipedia / Avida / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Dr.G.Schmitz / CC-BY-SA 3.0

Doppel-Konzert im Park von Schloss Herdringen im Sauerland. Dort fand am Freitag zunächst das erste Castle Beat Open Air mit dem Produzenten und DJ Felix Jaehn („Jeder für Jeden“), Lost Frequencies („Are You With Me“) und dem DJ-Duo „Gestört aber Geil“ statt. Rund 4000 Besucher kamen zum Tanz-Event.

Am Samstag zog dann Cro bei einem MTV-unplugged-Konzert rund 10.000 Besucher nach Arnsberg. Unterstützt wurde der Pandamasken-Rapper durch ein fast 40 Musiker zählendes Orchester.

Schlossherr Wennemar von Fürstenberg zeigte freute sich über den „speziellen Gast“. Vor seinem Aufritt heizte Cro erstmal im Golfmobil durch den Schlosspark.


Der Andrang war derart groß, dass es bei Anfahrt und besonders nach Ende des Konzerts zu enormen Staus kam.

Schloss Herdringen / Foto: Wikipedia / Michael Jolk, Werl / CC-BY-SA 2.0
Schloss Herdringen / Foto: Wikipedia / Michael Jolk, Werl / CC-BY-SA 2.0
Für Schloss Herdringen waren das Castle Beat und der Cro-Auftritt Premieren. 2011 hatte es hier bereits Konzerte von unter anderem BAP, Wir sind Helden und Revolverheld gegeben.

Ansonsten ist das Schloss eher für Veranstaltungen wie den Herdringer Gefäßtag und die Messe Lebensart Sauerland bekannt

Die Existenz des Fürstenberg’schen Schlosses ist eine Folge des Weitblicks des Paderborner Erzbischofs Dietrich von Fürstenberg. Dieser hatte das Gut Herdringen mit seinem damals noch keine 100 Jahre alten Gräftenschloss 1618 – kurz vor seinem Tod – gekauft.

Sein Neffen Friedrich konnte sich dann über das ansehnliche Erbe freuen. Dessen Nachkommen bauten ab 1680 zunächst eine dreiflügelige, barocke Vorburg.

Das auf einer künstlichen Insel stehende Gräftenschloss und die Vorburg waren dem vom preußischen 1843 frisch in den erblichen Grafenstand erhobenen Franz-Egon von Fürstenberg-Herdringen zu eng und zu wenig.

Der Bauherr des Schlosses: Egon von Fürstenberg-Herdringen / Foto: Gemeinfrei
Der Bauherr des Schlosses: Egon von Fürstenberg-Herdringen / Foto: Gemeinfrei
Ab 1844 ließ der Graf durch den Kölner Dombaumeister Friedrich Zwirner ein imposantes Tudor-Herrenhaus auf sein Grundstück setzen: Das heutige Schloss Herdringen.

Als König Friedrich Wilhelm IV. und sein Ministerpräsident Bismarck 1853 zu Besuch kommen, war alles fertig. Ein Raum des Schlosses heißt seitdem der Königssaal.

Das alte Gräftenschloss hatte der konservativ-katholische Hobbypolitiker Franz-Egon mit Sitz im preußischen Oberhaus im selben Jahr noch kurzerhand abreißen lassen.

1945 verloren die Fürstenbergs zunächst die Verfügungsgewalt über ihren Besitz: Die britischen Besatzungsbehörden beschlagnahmten das Schloss. Die Episode dauerte jedoch nicht lange. Danach stellte sich die Frage: Was tun mit dem Schloss?

Zunächst wurde es an den Diözesan-Caritasverband Paderborn vermietet. Zweimal nutzen Kamerateams das Schloss als düsteren Drehort: 1961 und 1963 entstanden hier Szenen für die Edgar-Wallace-Filme Der Fälscher von London und Der schwarze Abt.

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1968 bis 1998 war das Schloss Sitz eines Internats. Als die Schule auszog, begann Wennemar Freiherr von Fürstenberg eine groß angelegte Renovierung. Und auch die Leute vom Film waren wieder zu Gast: 2008 wurde auf dem Schloss mit Iris Berben für die ZDF-Serie „Die Krupps – eine deutsche Familie“ gedreht.

Räume des Schlosses können heute z.B. für Hochzeiten gemietet werden.

Weiterlesen:
Ein paar Fotos hat der WDR: „Das Castle Beat Festival in Schloss Herdringen
„Der Westen“ schreibt „Beim Castle Beat mit Felix Jaehn bebt Schloss Herdringen
Bei „Der Westen“ war auch schon etwas zum Aufbau zu lesen: „Große Bühne für Cro in Herdringen
Und hier der Westen-Artikel zum Samstag: „Cro heizt im Schlosspark Herdringen ein – 10 000 Fans dabei

Bilder vom Lichtzauber auf Schloss Herdringen (2012):

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