Schloss_Alverdissen

Schloss Alverdissen soll 2,4 Millionen kosten

Das bis 2008 landeseigene Schloss Alverdissen (Kreis Lippe) soll erneut verkauft werden. Der Eigentümer, Unternehmer Rainer Terschluesen, bietet das Weserrenaissance-Schloss für 2,36 Millionen Euro an. Das meldet die Lippische Landeszeitung.

Ein Interessent ist auch schon gefunden – auf der auf historische Immobilien spezialisierten Makler-Seite „schloss-burg-verkauf“ ist Alverdissen bereits mit dem Vermerk „reserviert“ versehen.

Terschluesen hatte das Schloss 2008 gekauft, der Preis blieb vertraulich. Zuvor war es vom Land NRW als Nebenstelle des Staatsarchivs Detmold genutzt worden (Foto: Wikipedia / Grugerio / CC-BY-SA 3.0).


Das Schloss ist nicht mehr öffentlich zugänglich, das Gelände ist eingezäunt.

Der Besitzer begründete seine Verkaufsabsicht gegenüber der Zeitung damit, dass das Schloss zu weit von seinem Wohnsitz Den Haag entfernt sei, und er nun beruflich kürzer treten wolle und daher nicht mehr so oft unterwegs sei.

Das Schloss verfügt über etwa 800 Quadratmeter Wohnfläche mit 13 Zimmern. Hinzu kommen circa Nutzfläche. Im Erdgeschoss hat Teschlusen Büroräume eingerichtet. Auch ein Veranstaltungssaal steht zur Verfügung.

Bis 2014 konnte man im Schloss auch heiraten, es fungierte als Außenstelle des örtlichen Standesamts. Die Denkmalimmobilie liegt in einem ca. 8.500 Quadratmeter großen, parkartigen Grundstück mit altem Baumbestand.

Die Geschichte von Schloss Alverdissen

Das Schloss steht am Ort einer mittelalterlichen Burg (wohl aus dem 14. Jahrhundert, 1424 niedergebrannt und 1450 wieder aufgebaut). Hier hatte das Haus Lippe das Sagen.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg war es vorbei mit der Burg: 1662 legte Friedrich Christian, Graf von Schaumburg-Lippe, den Grundstein für ein dreistöckiges Barockschloss im Stil der Weserrenaissance.

Das dritte Stockwerk war eine Fachwerk-Etage. Sie wurde 1923/1924 ab­ge­tra­gen, so dass sich das Schloss heute nur noch zweistöckig präsentiert.

1879 bis 1969 war hier das Amtsgericht Alverdissen untergebracht. In den 1970er Jahren wurde das Schloss modernisiert, 1981 zog die Außenstelle des Staatsarchivs ein. Es war aber klar, dass dies keine Dauerlösung sein konnte.

Bleibt zu hoffen, dass ein neuer Eigentümer wieder das ursprüngliche Konzept einer teilweisen Öffnung des Schlosses vorantreibt. Auch die Einrichtung eines Schlosscafes war 2008 schon einmal in der Diskussion

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Yvonne Glandien schreibt in der Lippischen Landeszeitung: „Schloss Alverdissen soll für 2,36 Millionen Euro verkauft werden

Die Lage von Schloss Alverdissen in Barntrup:



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