Castle Kumamoto destruction

Erdbeben zerstört Türme von Burg Kumamoto

Kumamoto Castle vor dem Erdbeben / Foto: gemeinfrei
Kumamoto Castle vor dem Erdbeben (das Hauptgebäude steht weiter) / Foto: gemeinfrei / Bild oben: Platz des heruntergestürzten Turms / Screenshot aus einem Video der Asahi Tribune

Mehrere Erdbeben bis zur Stärke 7,1 auf der Richter-Skala haben seit Donnerstag die südliche japanische Hauptinsel Kyushu erschüttert – besonders betroffen war die Region um die Stadt Kumamoto. Mindestens 26 Menschen kamen ums Leben, hunderte wurde verletzt.

Ein Nachbeben führte am Samstag zum Einsturz von zwei historischen Türmen von Burg Kumamoto in der 664.000-Einwohner-Stadt – einer der drei bekanntesten Burgen Japans.

Die Türme am östlichen Rand der Anlage stürzten mit Teilen der sie umgebenden Burgmauer in die Tiefe. Außerdem wurden Dächer der Burg beschädigt.

Beim Hauptgebäude Burg (auf dem Hochformat-Foto) handelt es sich um eine Rekonstruktion aus den 1960er Jahren – ausgeführt in Stahlbeton und damit erdbebensicher.


Das ursprüngliche Hauptgebäude aus Holz, Stein und Papier war 1877 bei einer Samurai-Rebellion abgebrannt. Die beiden zerstörten Türme waren noch weitgehend im Original erhalten.

Die Anlage trägt den Beinamen Ginko-Burg. Der Legende nach soll Bauherr Daiymo Katō Kiyomasa beim Bau der Burg eigenhändig einen Ginko eingepflanzt haben, der bislang alle Kriege und Erdbeben überstanden hat.

Die Schäden in der Stadt Kumamoto (übrigens Partnerstadt von Heidelberg) halten sich nach Medienberichten in Grenzen.

Weiterlesen:
Die Zeitung Asahi Tribune bringt einen Artikel und Videobilder der Schäden von Takahiro Kumakura: „Kumamoto’s historic castle badly damaged in latest quake
Spiegel-Online fasst das aktuelle Agentur-Material zusammen: „Erdstöße auf Kyushu: Beben verursacht schwere Schäden im Süden Japans
Die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet: „Kumamoto: Erdbeben beschädigt Burg in Heidelbergs Partnerstadt
Ausführliche Informationen zur Burg und ihrer Geschichte gibt ein Artikel der Japan Airlines: „Guide to Japan: Burg Kumamoto

Videobilder vom noch unbeschädigten Kumamoto Castle:

2 Gedanken zu „Erdbeben zerstört Türme von Burg Kumamoto“

  1. Kumamoto hatte ich eigentlich als Originalburg in Erinnerung. Laut Wikipedia ist nur der Donjon eine Stahlbeton-Rekonstruktion. Die Burganlage ist jedenfalls sehenswert.

    1. stimmt, Armin (freut mich, dass Du mitliest). Die Hauptburg (also das Teil auf dem Hochformat-Bild) ist rekonstruiert und damit Erdbebensicher. Die Türme, auch die beiden jetzt abgestürzten, waren/sind noch die Alten. Ich formuliere das mal im Text noch etwas verständlicher.

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