Aussenansicht, Sommer, Blick auf Burg Hohenstein, Burgruine, Felsenburg, erbaut zwischen 1190 und 1230 von den Grafen von Katzenelnbogen, gotisch, sp‰tgotische ‰uflere Schildmauer aus dem 13. Jahrhundert, Bergfried mit Glockenturm (rechts), Torbau (links), Palas (Hintergrund)

Burg Hohenstein: Restaurierung abgeschlossen


Abends wird Burg Hohenstein angestrahlt /  Foto: Wikipedia / Klaus M. (Mikmaq) / CC-BY-SA 3.0
Abends wird Burg Hohenstein angestrahlt / Foto: Wikipedia / Klaus M. (Mikmaq) / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Burg Hohenstein in Kirchensittenbach © Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Mit insgesamt 180.000 Euro hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Sanierung von Burg Hohenstein in Kirchensittenbach (Nürnberger Land) unterstützt.

Die Mittel flossen in Restaurierungsarbeiten an Palas, Kapellenbau und am Langen Haus.

Zur Erinnerung an die gelungene Restaurierung trägt die Burg nun eine Bronzetafel mit dem Hinweis auf die Förderung. Das meldet die Denkmalstiftung in einer Pressemitteilung.

Auf den Stumpf des Bergfrieds wurde im 19. Jahrhundert ein Glockenturm gesetzt / Foto: gemeinfrei
Auf den Stumpf des Bergfrieds wurde im 19. Jahrhundert ein Glockenturm gesetzt / Foto: gemeinfrei

Die Burganlage bei Kirchensittenbach liegt majestätisch auf einem steilen Dolomiten-Felssporn des Bayerischen Jura hoch über Hohenstein. Sie zählt zu den markantesten Baudenkmalen des Landkreises.

Die Historie der Burg reicht bis ins 11. Jahrhundert. Sie gehörte ursprünglich zum Bistum Bamberg. Nach 1188 fiel die politisch wichtige Veste in staufischen Besitz, nach 1266 in den der Wittelsbacher.

1505 ging die Burg an Nürnberg über, bevor sie im Markgrafenkrieg 1553 zerstört und im 17. Jahrhundert wiederhergestellt wurde. 1814 fiel die Burg an das frisch gegründete Köngreich Bayern, zunächst zerstört und dann auf ausdrücklichen Wunsch von Bayern-König Ludwigs I. erhalten.

Die heutigen Anlage besteht aus Bausubstanz nahezu aller Jahrhunderte: die Umfassungsmauern reichen in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts, der dreistöckige Kapellenbau wurde im 17. Jahrhundert umgebaut.

Der „Neue Bau“ ist ein Ersatzbau für die 1553 zerstörten Kemenaten, die oberen Geschosse hat man im 19. und 20. Jahrhundert verändert.


Burg Hohenstein in der Hersbrucker Alb / Foto: Wikipedia / Klaus M. (Mikmaq) / CC-BY-SA 3.0
Burg Hohenstein in der Hersbrucker Alb / Foto: Wikipedia / Klaus M. (Mikmaq) / CC-BY-SA 3.0

Der ehemals fünfgeschossige Turm ist heute ein Stumpf, die ehemals zinnenbekrönte Schildmauer hat sich ohne Wehrgang in Brüstungshöhe erhalten.

Das Zeughaus bekrönt heute ein barocker Fachwerkgiebel, der Glockenturm auf dem Turmstumpf und der Dachreiter auf dem Neuen Bau sind moderneren Ursprungs.

Die Burg war zum Teil in sehr schlechtem, teilweise bedrohlichem Zustand, als zu Beginn der ersten Sanierungsmaßnahmen im September 2000 ein Teil der Südwestwand des ehemaligen Palas abstürzte.

Die Burg wurde 1983 vom Verschönerungsverein Hohenstein gekauft und kann besichtigt werden.

Dieser Text stammt hauptsächlich aus einer Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Bronzetafel an Burg Hohenstein in Kirchensittenbach

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