Das Hohe Schloss in Füssen. Foto oben: Burg Prunn im Altmühltal / Fotos: Burgerbe.de

Hohes Schloss Füssen: Dachbalken angefault

Der Gefängnisturm mit dem schadhaften Dach / Fotos: Burgerbe.de
Der Bergfried (Gefängnisturm) mit dem schadhaften Dach / Fotos: Burgerbe.de

Schock in einer der am besten erhaltenen Burgen Bayerns: Die Dachbalken des sogenannnten Gefängnisturms (auf dem Foto mittig) des Hohen Schlosses in Füßen sind von Fäulnis befallen.

Mehrere Dachziegel fielen bereits in den Innenhof. Der Bereich vor dem Turm musste daraufhin gesperrt werden. Das meldet der Füssener Kreisbote.

Im Frühjahr, spätestens im Herbst ist eine Dachsanierung – bei trockenem Wetter – notwendig. Die Denkmalschützer haben dafür 400.000 Euro beim Freistaat Bayern beantragt. Der gesamte Dachbelag des Allgäu-Schlosses sei marode, teilte ein Bauamts-Mitarbeiter der Zeitung mit.


Ursache ist ein zurüdkliegender Sturmschaden, der die steil aufragende Dachkonstruktion verschoben hat – und bayerische Sparsamkeit: Das Wasser drang durch gerissene Schindeln just an dem Teil des Dachs ein, auf dessen Sanierung man Ende der 1990er Jahre verzichtet hatte. Das rächt sich nun.

Illusionsmalerei am Hohen Schloss Füssen
Illusionsmalerei am Hohen Schloss Füssen

Museum und die Staatsgalerie im Hohen Schloss Füssen sind weiter offen. Auch das im Schloss sitzende Finanzamt arbeitet natürlich problemlos weiter.

Bereits zu römischer Zeit existierte auf dem Schlossberg ein Kastell. Die heutige Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie gehörte jahrhundertelang dem Fürstbistum Augsburg und war Teil der Stadtbefestigung von Füssen.

Bekannt ist das Schloss unter anderem durch die Illusionsmalerei an der Fassade von 1499, die allerlei teure architektonischen Elemente vorgaukelt, die gar nicht da sind. Um das Schloss haben sich Ringmauern und Wehrgänge erhalten.

Das Hohe Schloss thront über der Füssener Altstadt.
Das Hohe Schloss thront über der Füssener Altstadt.

Der Schlosshof ist Tag und Nacht offen und nach einem kurzen Anstieg von der Füssener Altstadt aus gut zu erreichen. Nachts werden die Gebäude angestrahlt.

Katharina Knoll schreibt im Kreisboten: „Das Dach am Hohen Schloss ist marode

Das Hohe Schloss wird in der „Burgenreihe“ von Allgäu-TV liebevoll vorgestellt:

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