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Schloss Unternzenn: 100.000 Euro für Fassadensanierung

Die Sanierung von Schloss Unternzenn im mittelfränkischen Obernzenn ist eine teure Angelegenheit: Wenn sie 2016 abgeschlossen ist, sollen etwa drei Millionen Euro in die Verbesserung der Statik und die Restaurierung des Anwesens geflossen sein.

Jetzt unterstützte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierung erneut mit 100.000 Euro: Sie sollen für die Fachwerkinstandsetzung der Nordfassade sowie die statische Sicherung des Bauwerks verwendet werden.

Der typische fränkische Adelssitz ist seit 700 Jahren im Besitz der Freiherren von Seckendorff (heute Linie Seckendorff-Aberdar). Christoph Freiherr von Seckendorff-Aberdar nahm die Förderurkunde entgegen.

Die einstige Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert wurde über 500 Jahre lang immer wieder erweitert. Der auf einem mit Mauern befestigten und von Wasser umgebenen Plateau errichtete Ursprungsbau wurde zunächst durch die Aufstockung und den Anbau eines Treppenturms erweitert.

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Leer stand das Gebäude nur einige Jahre während des Dreißigjährigen Kriegs: Schwedische Truppen hatten die Bewohner sehr deutlich gebeten, sie bei ihrem Zug gegen die Kaiserlichen zu begleiten. Und den Schweden konnte man damals nichts abschlagen…

Im 18. Jahrhundert veränderte sich die Aufteilung der Flächen im Inneren durch zahlreiche Umbauten, zudem kamen zwei Schlossflügel hinzu. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg legten die Seckendorffs die Gräben trocken, bauten die Terrasse an und setzte Zinnen auf das Gebäude, um das äußere Erscheinungsbild des Schlosses zu vereinheitlichen.

Bei den diversen Anbauten wurde häufig nicht darauf geachtet, die neuen Trakte fest mit dem alten Gebäudekern zu verbinden. Das führt heute zu Problemen. Außerdem ist das Gewicht der Gebäudeteile so unterschiedlich, dass es zu statischen Problemen kam.

Durch die Instandsetzung soll das Schloss nun wieder belebt und der Bevölkerung in Teilen zugänglich gemacht werden. Den von Seckendorff gehört im Ort auch noch das Ensemble aus Blauem und Rotem Schloss Obernzenn.

Diesem Text liegt eine Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zugrunde: „Stiftung Denkmalschutz fördert erneut Schloss Unternzenn
Über die Sanierung ab 2011 schrieb Hans-Bernd Glanz in der Windsheimer Zeitung: „Aufwändige Sanierung von Schloss Unternzenn

Foto oben: Schloss Unternzenn in Obernzenn © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Wagner

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