Schloss Granheim wird Flüchtlingsheim

Schloss Granheim / Foto: Wikipedia/Dr. Eugen Lehle/CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0
Schloss Granheim / Foto: Wikipedia/Dr. Eugen Lehle/CC-BY-SA-3.0

Nachdem sich für Schloss Granheim in Ehingen (Alb-Donau-Kreis) partout kein Käufer gefunden hat, wird das leer stehende Schloss in adeligem Privatbesitz nun Heim für zunächst 60 Flüchtlinge.

30 weitere sollen später im benachbarten Wirtschaftsgebäude untergebracht werden.

Der Alb-Donau-Kreis hat Räume in dem Schloss angemietet, meldet die Südwest Presse. Am 2. Dezember sollen die Anwohner über die Pläne informiert werden.


Wie viele der 16 Zimmer auf drei Etagen mit ca. 800 Quadratmeter Wohnfläche der Kreis nutzen will, ist nicht bekannt. Die letzte Renovierung fand 2006 statt. Die Räume sollen in Recht gutem Zustand sein.

Schloss Granheim und Wirtschaftsgebäude / Foto: Wikimedia / Engel & Völkers Reutlingen / CC BY-SA 3.0
Schloss Granheim und Wirtschaftsgebäude, wie sie der Makler am liebsten sieht / Foto: Wikimedia / Engel & Völkers Reutlingen / CC BY-SA 3.0

Das Schloss stammt aus dem 15. Jahrhundert und ersetzte das alte Ortsschloss. Bauherr war damals Freiherr Johann Baptist Nepomuk Speth von Schülzburg. 1776 folgten eine klassizistische Erneuerung und der Bau mehrerer Nebengebäude.

Das Schloss war 600 Jahre lang – bis 2004 – im Besitz der Familie von Schülzburg. Heute soll es Patrick von Massenbach gehören.

Die jüngste Geschichte des Anwesens ist reichlich kompliziert und von Familienstreitigkeiten geprägt, zu denen ich mich nicht äußern möchte.

In den vergangenen Jahren sorgte das Anwesen jedenfalls nehrfach für Schlagzeilen. Es sollte 2012 sogar für „nur“ eine Million Euro versteigert werden. Doch dazu kam es nicht. Das Schloss wurde jahrelang von Maklern für Beträge zwischen 2,75 und 2,8 Millionen Euro angeboten, es fand sich aber kein Käufer.

Andreas Hacker schreibt in der Südwest Presse: „Granheim: Flüchtlinge ins Schloss

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