Burg Wittlage soll Übergangsheim werden

In die Burg Wittlage im beschaulichen Bad Essen (Niedersachsen) sollen bald Flüchtlinge einziehen. Die Burg soll allerdings nicht dauerhaft als Asylbewerberheim genutzt werden, sondern nur eine „Pufferkunktion“ erfüllen, wenn Heime der Nachbar-Gemeinden durch kurzfristige Zuweisungen überlastet sind.

Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf Landkreis und Bürgermeister. Die Bürger sollen in den nächsten Tagen informiert werden.


Burg Wittlage gehört der Heilpädagogische Hilfe Osnabrück (HHO), die seit Jahren versucht, die Denkmalimmobilie zu verkaufen. Teil der Burg ist auch ein Tagungs- und Gästehaus mit 70 Plätzen, das als Unterkunft für die Flüchtlinge dienen soll.

Lange werden die Asylbewerber wohl nicht bleiben können, denn die HHO hat überraschend angekündigt, die Burg ab März wieder selbst stärker selbst nutzen zu wollen – als Ort für Kurzzeitpflege und Wohnen.

Die Stiftsburg Wittlage war 1309 von Bischof Engelbert II. von Osnabrück in Auftrag gegeben worden. Damit wollte der Kirchenfürst seine nordöstlichen Landesgrenze gegen die räuberischen Nachbarn Ravensberg, Minden und Diepholz schützen.

Während des Dreißigjährigen Krieges wechselten sich die Besatzungen ab. Gemeinsam hatten sie nur die Lust am Plündern. 1716 zog dann der örtliche Amtsvogt ein, und die Burg blieb die folgenden Jahre Verwaltungssitz.

Von der ursprünglichen Burganlage sind heute der siebengeschossige Turm (stattliche 32 Meter hoch), das Amtshaus und einige weitere Gebäude nebst der Toreinfahrt erhalten. Heute laden ein Rundweg um den Amtsgraben genannten Burggraben und der nahe Mittellandkanal zum Spazieren und Fotografieren ein.

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Karin Kemper schreibt in der NOZ: „Burg Wittlage soll Pufferfunktion übernehmen„. Zuvor meldete Andreas Schnabel in derselben Zeitung: „Burg Wittlage wird Zwischen-Unterkunft für Flüchtlinge

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