Drehort für „Avengers Age of Ultron“: Forte di Bard im Aostatal

Das Fort di Bard im Aostatal: Drehort für die Avengers / Foto: Wikipedia / Luigi Ippolito / CC-BY-SA 3.0
Das Fort di Bard im Aostatal: Drehort für die Avengers / Foto: Wikipedia / Luigi Ippolito / CC-BY-SA 3.0

Wie es sich für einen Erzschurken-Superhelden gehört, hat Baron Wolfgang von Strucker – der Lieblingsfeind der Avengers – sein Hauptquartier auf einer riesigen, ordentlich finsteren Burg im Lande Sokovia.

Da treibt der einstige Nazi-Offizier (dargestellt von Thomas Kretschmann) üble Experimente mit dem Zepter des altgermanischen Gottes Loki. Und die von künstlicher Intelligenz getriebene Figur Ultron (James Spader) will von hier aus die Vernichtung der Menschheit starten, um so endlich den Weltfrieden zu sichern…

Diese Burg, in der im neuen Marvel-Abenteuer „Avengers: Age of Ultron“ Schlüsselszenen spielen, gibt es wirklich. In der Realität heißt die Filmkulisse Forte di Bard und liegt im norditalienischen Aostatal.

Im März 2013 rückte das Avengers-Filmteam unter Leitung von Regisseur Joss Whedon an und drehte hier mit 1500(!) Statisten. Die Aufnahmen von der Burg machen mächtig Eindruck: sie wurden auch gleich in den Trailer mit aufgenommen.

"Avengers: Age of Ultron" läuft jetzt im Kino / Bild: Marvel Studios
„Avengers: Age of Ultron“ läuft jetzt im Kino / Bild: Marvel Studios

Für die Dreharbeiten musste im Inneren nicht viel verändert werden. Nur die italienischen/englischen Beschriftung in der Burg wurden durch kyrillische Schriftzüge ersetzt. Dieses Fantasieland Sokovia ist schließlich ein slawischer Staat.

Auch in der Umgebung, in den Orten, Donnas, Bard, Pont-Saint-Martin und Verres wurde gedreht. Ein weiterer Drehort war übrigens Dover Castle in England, das Filmteam flog aber auch bis nach Johannesburg und filmte sogar einige Szenen in Südkorea. Am Ende kostete der zweite Blockbuster der Avengers-Serie 250 Millionen Euro. Er ist gerade in den Kinos angelaufen.

Die für den Film so bedeutsame Festung hangelt sich buchstäblich die Felsen hoch und erstreckt sich so über mehrere Ebenen. Sie kontrollierte eine wichtige Route durch die Alpen zwischen Frankreich und Italien.


Den kleinen Korsen Napoleon hatte diese Festung zur Weißglut getrieben. Bei seinem Italienfeldzug hatten 40.000 Franzosen zwei Wochen vor dem von nur 400 Österreichern und Piemontesen verteidigten Burgkomplex festgesessen. Er ließ die Festung daraufhin nach seinem Sieg in der Schlacht von Marengo sprengen.

Das Forte di Bard im Avengers-Trailer / Bild: Screenshot Youtube
Das Forte di Bard im Avengers-Trailer / Bild: Screenshot Youtube

Was man heute sieht, ist ein Wiederaufbau durch das Haus Savoyen aus den Jahren nach 1830 (als die norditalienischen Fürsten mal wieder Angst vor Frankreich hatten). Es gab nie einen Schuss im Krieg ab.

Nach einer umfassenden Sanierung hat die Burg 2006 als Touristenattraktion neu eröffnet. Sehen kann man einen ehemaligen Gefängnistrakt, der sicher auch Marvel-Schurken festhalten würde, und ein Alpen-Museum.Hier geht’s zur Homepage des Forte di Bard (italienisch).

Bei Spiegel Online wird der 141-Minuten-Film einigermaßen begeistert rezensiert: „Joss Whedon hat sich selbst noch einmal übertroffen“: Hier geht’s zum Artikel von Andreas Borcholte: „Neuer „Avengers“-Film: Ist ja der Hammer

Und hier ein „Avengers: Age of Ultron“-Trailer, der mit Aufnahmen von der Festung startet:

In diesem Trailer kommen Bilder der Festung bei Minute 1,00:

Die Lage des Fort of Bard bei Google Maps:

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