Leichenfund bei Schloss Reisensburg

Schloss Reisensburg & Foto: gemeinfrei
Schloss Reisensburg & Foto: gemeinfrei

Bei Mäharbeiten am Schloss Reisensburg (an der Donau im schwäbischen Günzburg) haben Arbeiter eine schaurige Entdeckung gemacht: Am Freitag (10. April 2015) stießen sie im hohen Gras auf die sterblichen Überreste einer Frau.

Das meldet die Augsburger Allgemeine unter Bezug auf das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West.

Da in der Gegend seit dem Sommer nur eine Frau vermisst wird, ist die Polizei sicher, die Tote schnell identifizieren zu können. Im August 2014 hatte eine 63-Jährige aus Blaubeuren das nahegelegene Bezirkskrankenhaus Günzburg verlassen, wo sie behandelt wurde.

Ihr Verschwinden löste eine groß angelegte Suchaktion am Donauufer aus. Allerdings schaute niemand in der Wiese am Schloss nach. Woran die Frau gestorben ist, dürfte sich nach mehreren Monaten kaum noch klären lassen…

Schloss Reisensburg wird heute von der Universität Ulm als Wissenschaftszentrum (WZR) genutzt. Bereits im sechsten Jahrhundert wird an dieser Stelle von einer Wallanlage berichtet.

Die mittelalterliche Burg wechselte mehrfach den Besitzer. Die längste Zeit war sie ein Pfand der Habsburger, die sich ja regelmäßig bei allen möglichen Leuten Geld liehen.

Blick auf Schloss Reisensburg / Foto: Wikipedia / Gabriele Knöpfle / CC-BY-SA 3.0
Blick auf Schloss Reisensburg / Foto: Wikipedia / Gabriele Knöpfle / CC-BY-SA 3.0

Um 1600 wurde die Burg zum Schloss und zum stolzen Sitz der Tanner von Tann. Dummerweise zogen 1633 schwedische Truppen durch, die alles niederbrannten. Was man heute sehen kann, ist das Ergebnis des einige Jahre später erfolgten Wiederaufbaus.

Seit 1966 ist die Burg im Besitz des Vereins „Internationales Institut für wissenschaftliche Zusammenarbeit“ (der damalige Vereins-Vorsitzende war Gründungsrektor der Universität Ulm) und gehört zur der Uni. Diese betreibt im Wissenschaftszentrum „Tagungsräume sind mit modernster Konferenz- und Datennetztechnik“.

Nachtrag (20. April 2015): Die Leiche ist identifiziert. Bei der Toten handelt sich um die seit mehreren Monaten vermisste Frau.

Hier geht es zur Meldung der Augsburger Allgemeinen: „Frauenleiche bei Mäharbeiten bei Schloss Reisensburg entdeckt



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