Schloss Malberg: Kaufpreis 600.000 Euro


Schloss Malberg in der Eifel / Foto: Wikipedia/Sir Gawain
Schloss Malberg in der Eifel / Foto: Wikipedia/Sir Gawain / CC-BY-SA 3.0

Der Altbau von Schloss Malberg / Foto: Wikipedia / Sir Gawain / CC-BY-SA 3.0
Der Altbau von Schloss Malberg / Foto: Wikipedia / Sir Gawain / CC-BY-SA 3.0

Wer kauft Schloss Malberg? Seit Jahren bietet die Verbandsgemeinde Kyllburg das imposante Barockschloss in der Eifel für (unverändert) 600.000 Euro in Immobilienportalen an.

Sieben Millionen Euro aus öffentlichen Kassen sind in die Sanierung geflossen. Das Schloss gilt zwar als „grundsaniert“, die Arbeiten sind freilich noch lange nicht abgeschlossen. Ginge es nach dem Förderverein, könnte hier beispielsweise ein Hotel mit Mittelalter-Flair entstehen plus Büros. Aber niemand will bislang den Preis zahlen…

Eine eigens vom Land mit 700.000 Euro ausgestattete Stiftung soll die weitere Sanierung unterstützen.


Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Manu Dreyer entwickelte im Juli 2014 großartige Visionen, was sich mit den Zinsen der 700.000 Euro (pro Jahr aktuell ca. 7000 Euro) so alles anstellen ließe. Ihr Ziel: „Schloss Malberg soll ein kultureller Leuchtturm in der Region werden“.


Schloss Malberg: Hofseite des Neuen Hauses / Foto: Wikipedia / Sir Gawain / CC-BY-SA 3.0
Schloss Malberg: Hofseite des Neuen Hauses / Foto: Wikipedia / Sir Gawain / CC-BY-SA 3.0

Daher solle die Stiftung versuchen, das „bedeutende Kulturdenkmal“ in Teilen für die Öffentlichkeit zu öffnen. Das möchte auch der Förderverein. Wie das mit 7000 Euro pro Jahr klappen soll, verriet die Landesmutter nicht.

Bislang wagte sich nur eine örtliche Immobilienfirma an das Barockensemble (ca. 1698 Quadratmeter Wohnfläche, 33 Zimmer plus 33.532 Quadratmeter-Grundstück) heran. Die wollte aber „nur“ 200.000 Euro bieten.

Zu wenig für Kyllburg. Außerdem „sollte in dem Schloss idealerweise ein Unternehmen untergebracht werden, dass der Region Steuern und eine größere Wirtschaftskraft zukommen lässt“, so die Immobilien-Anzeige.

Blick von Osten auf Schloss Malberg / Foto: Wikipedia / flickr-User Erno Hannink / CC-BY-SA 3.0
Blick von Osten auf Schloss Malberg / Foto: Wikipedia / flickr-User Erno Hannink / CC-BY-SA 3.0

Das Schloss auf einem Bergsporn geht auf eine Burg aus dem 13. Jahrhundert zurück. 1588 kaufte Joachim von Manderscheid-Schleiden die halbe Herrschaft Malberg und baute von 1591 bis 1597[ an Stelle der bisherigen Oberburg ein Renaissance-Wohnhaus, den heutigen Altbau.

Der Kölner Weihbischof Johann Werner von Veyder ließ ab 1707 oder 1708 umfangreiche Arbeiten an der Anlage durchführen und sie zu dem barocken Schloss umgestalten, als das sie heute noch erscheint. 200 Jahre lang blieb die Anlage im Familienbesitz, bis die Schmitz-Malbergs sie 1989 an die Verbandsgemeinde verkauften (zuletzt hatten sie hier noch eine Pension betrieben).

Das Schloss hatte Krieg und Nachkriegszeit zwar gut überstanden, aber die Familie konnte die nötigen Sanierungsarbeiten nicht stemmen.

Hier geht es zur Verkaufsanzeige bei Immowelt: „Mächtiges Barockschloss in Rheinland-Pfalz, grundsaniert

Volksfreund-TV berichtete bereits 2011: „Schloss Malberg: Trotz Sanierung noch kein Käufer“



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