Das gräfliche Schloss Schloss Appelhof verfällt / Foto: Wikipedia / Laica24 / CC-BY-SA 3.0

Familie Faber-Castell will Schloss Appelhof beleben


Videobilder vom Schloss / Foto oben: Ein bisschen verwunschen: Schloss Appelhof Foto: Wikipedia / Laica24 / CC-BY-SA 3.0

Jahrzehntelang hatte die Familie von Faber-Castell kein Geld für die Instandhaltung ihres fränkischen Rokoko-Schlosses Appelhof übrig und benutzte es als Wohnsitz älterer Verwandter (es gibt nicht mal eine Zentralheizung).

Entsprechend sieht es da auch aus. Kein Ruhmesblatt für die Stifte-Millionäre.

Das soll jetzt unter Firmenchef Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell anders werden. Die Familie des „Bleistift-Königs“ hat eine Restauratorin mit ersten Schritten einer Renovierung beauftragt.


Ambitioniertes Ziel ist, das in einem verwilderten Park stehende Schloss zu einem Ort von Kunst, Kultur und Natur zu machen. Mit Ausstellungen und Konzerten – und einer wieder funktionierenden Turmuhr. Das berichten die Nürnberger Nachrichten.


Lothar von Faber kaufte Schloss Appelhof / Bild: Wikipedia / gemeinfrei
Lothar von Faber kaufte Schloss Appelhof / Bild: Wikipedia / gemeinfrei

Auch der ursprüngliche Zustand des Lustschlösschens soll wieder hervorgehoben werden. Später eingebaute Zwischenwände im Erdgeschoss wurden schon abgebrochen.

Das Schloss war ursprünglich um 1760 durch den erfolgreichen Drahtfabrikanten Jakob Gilardi errichtet worden – mit Spätrokokobemalung der Fassaden. Die Gilardis verkauften ihr Landgut 1889 an den Freiherrn Lothar von Faber. Die Familie ließ um 1904 die ursprüngliche Bemalung freilegen, restaurieren und ergänzen.

Die gräfliche Familie verbrachte hier in der Weimarer Zeit so manchen Sommertag, wenn sie dem heimischen Faberschloss in Stein bei Nürnberg entfliehen wollte.

Man darf gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht…

Nachtrag Januar 2016: Nach dem Tod von Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell mit 74 Jahren nach schwerer Krankheit in Houston/Texas ist leider völlig unklar, wie es mit Schloss Appelhof weitergeht.

Hier geht es zum Bericht von Martin Müller in den Nürnberger Nachrichten: „Faber-Castell will vergessenes Schloss wachküssen



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