100.000 Euro für Sanierung von Schloss Hohenlimburg


Sieht noch wehrhaft aus: Schloss Hohenlimburg / Fotos: Burgerbe.de
Sieht noch wehrhaft aus: Schloss Hohenlimburg / Fotos: Burgerbe.de

Innenhof von Schloss Hohenlimburg
Innenhof von Schloss Hohenlimburg

Dem Neuen Palas von Schloss Hohenlimburg bei Hagen haben mangelhafte Beheizung, Mauerverfugung sowie die undicht gewordenen Fenster zugesetzt. Das Gebäude wurde instabil, Schäden traten an Decken, Wänden, Fußböden, Fenster und Türen auf.

Nun unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) die Restaurierungsarbeiten am Palas des Schlosses mit 100.000 Euro.


Die Burg in Hohenlimburg ließ Graf Dietrich I. von Isenberg aus dem Geschlecht der Grafen von Altena um 1240 als Höhenburg errichten. In der Folgezeit entwickelte sich am Fuß des Schlossbergs eine Siedlung, der Kern der heutigen Stadt Hohenlimburg. 1288 wird die Burg erstmals erobert.

Danach  fortan wechseln die Besitzer mehrfach.

Irgendwann in dieser Zeit wurde eine abgetrennte Hand im Schloss eingemauert, die 1811 mumifiziert wiedergefunden wurde: Vermutlich ein gruseliges Relikt einer alten Gerichtsverhandlung.

Schloss Hohenlimburg: Türsturz von 1549
Schloss Hohenlimburg: Türsturz von 1549

Von 1592 bis 1807/1808 gehörten Schloss und Grafschaft zum Besitz der Grafen von Bentheim-Tecklenburg, deren Nachfahren das Schloss bis heute führen.

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstand eine Vorburg, die später einem Brand zum Opfer fiel. Über den Hof dieser Vorburg wird das Ensemble seit 1615 durch ein Torhaus erschlossen. Den oberen, inneren Burghof umschließt eine Ringmauer mit Wehrgang und Ecktürmen.

Den Hof prägen der Bergfried, der nach einem Blitzschlag 1811 zur Hälfte abgetragen wurde (dabei tauchte auch die „schwarze Hand“ aus den Trümmern auf), der zweigeschossige alte Palas sowie der Neue Palas.

Bruchsteinmauer­werk, vereinzelte Fachwerkelemente und Schieferdächer bestimmen das äußere Erscheinungsbild.

Hohenlimburg: Der Schlossgarten
Hohenlimburg: Die Erschließung ist noch nicht ideal…

Die Anlage des Höhengartens und Neuen Palas datieren in die Zeit, da sich die Burg unter Graf Moritz Casimir I. (1710-1768) zum Schloss wandelte. Unterschiede in der Bausubstanz und Gestaltung sind deutlich erkennbar. Daher lässt sich die besondere Gestalt des Schlosses auf die weitgehend mittelalterliche Fassung zurückführen.

Hohenlimburg ist die einzige Höhenburg in Westfalen, die nicht historisierend ausgebaut wurde. Historisch und architektonisch ist sie dadurch eine der bedeutendsten Burgen Westfalens.

Die Erschließung für den Publikumsverkehr ist unzureichend. Zunächst wurden eine gründliche Bauschadensaufnahme, ein Nutzungskonzept und eine solide Planung erarbeitet. Die Angestellten der Schloss Hohenlimburg gGmbH halfen dabei mit.

Nun können die notwendigen Restaurierungen erfolgen. Im Neuen Palas werden die Innenrestaurierung der Fußböden, die Aufarbeitung der historischen Fenster, die Restaurierung der Wandflächen, Holzvertäfelungen und Türzargen in Angriff genommen.

Dieser Artikel basiert auf einer Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Fördervertrag der DSD für Schloss Hohenlimburg



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