Schloss Schallaburg: Wikinger in Niederösterreich


Schloss Schallaburg / Foto: Wikipedia / Christian Jansky / CC-BY-SA 3.0
Schloss Schallaburg / Foto: Wikipedia / Christian Jansky / CC-BY-SA 3.0

Bild: Screenshot von der Schallaburg-Seite
Bild: Screenshot von der Schallaburg-Seite

Die Wikinger zogen plündernd von Russland, quer durch Europa bis Amerika. Doch ein Land haben sie auf ihrem Raubzug völlig übersehen: Österreich. Die Scharte soll jetzt ausgewetzt werden, zumindest wissenstechnisch.

Auf Schloss Schallaburg in Niederösterreich wird ab dem 27. März 2015 „die bisher umfassendste Ausstellung über Wikinger in Österreich gezeigt“. Titel: „Wikinger!“. Sie dauert bis November.

Das Ganze ist aus einer Kooperation des Ausstellungszentrums Schallburg mit dem Swedish History Museum entstanden. In die Vitrinen kommen dabei 500 Exponaten, die zum größten Teil noch nie außerhalb Schwedens zu sehen waren. Ziel ist, „die Geschichte hinter den Legenden“ darzustellen.

Der Arkadenhof von Schloss Schallaburg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts renoviert / Foto: Wikipedia / Ogre / CC-BY-SA 2.0
Der Arkadenhof von Schloss Schallaburg wurde Anfang des 20. Jahrhunderts renoviert / Foto: Wikipedia / Ogre / CC-BY-SA 2.0

Ausgehend von neuen Forschungsergebnissen beleuchtet die Ausstellung das Alltagsleben der Nordmänner (die keine Wagner-Opern kannten und daher auch nie Hörner an ihren Helmen trugen).

Wo siedelten Wikinger, wie liefen ihren Handels- und Eroberungszüge ab? Die Austellung richtet sich an Besucher aller Altersgruppen.

Der Burgberg der Schallaburg war schon zur Römerzeit besiedelt. Eine Feste Schala wird 1242 erstmals erwähnt. Im 16. Jahrhundert galt die Schallaburg als Zentrum der Protestanten in Niederösterreich.

1763 kaufte Reichsfreiherr von Tinti die Renaissance-Anlage. Karl Gustav von Tinti ließ den großen Arkadenhof in den Jahren 1906 bis 1908 renovieren. 1940 kaufte der westfälische Josef Freiherr von Nagel-Doornik die Burg.

Der Eingang zu Schloss Schallaburg / Foto: Wikipedia / Walter Hochauer
Der Eingang zu Schloss Schallaburg / Foto: Wikipedia / Walter Hochauer / CC-BY-SA-2.0

Die sowjetische Besatzungsmacht enteignete den Besitz fünf Jahre später. Nach Abzug der Besatzer fiel die Burg an den Staat und schließlich 1967 an das Land Niederösterreich, das ein Ausstellungszentrum einrichtete. Dieses entwickelte sich in den Folgejahren zu einem wahren Besuchermagneten.

Europas größte Ausstellung zum Ersten Weltkrieg „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914–1918“ haben 169.000 Besucher auf der Schallaburg gesehen. 2010 strömten sogar 221.000 zur Schau „Die 60er. Beatles, Pille und Revolte“

Hier geht es zu den Ausstellungsinfos auf der Schallaburg-Seite: „2015: WIKINGER

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YouTube-Bilder von Schloss Schallaburg (leider mit unerträglicher Musik unterlegt):



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