Stuttgarter Schloss: Der Schatz der Keltenfürstin

Grabbeigabe für die Fürstin: Keltische Goldkugeln / Foto: Regierungspräsidium Stuttgart
Grabbeigabe für die Fürstin: Keltische Goldkugeln / Foto: Regierungspräsidium Stuttgart

Kleiner Touri-Tipp für den Südwesten: Der „Schatz der Keltenfürstin von der Heuneburg“ wird bis zum 13. Dezember im Ehrenhof des Neuen Schlosses in Stuttgart gezeigt. Es ist die letzte Möglichkeit die Pretiosen für die nächsten Jahre öffentlich zu sehen.

Im Ehrenhof? Im Freien? Naja, fast: Die bedeutendsten Funde der Keltenzeit in Süddeutschland werden in einem speziell dafür aufgestellten Container präsentiert.

Eine Pferdemaske aus Bronze (Nachbildung) / Foto: Regierungspräsidium Stuttgart
Eine Pferdemaske aus Bronze (Nachbildung) / Foto: Regierungspräsidium Stuttgart

Es geht ja nicht um tonnenweise Edelmetall und zerlegte Streitwagen, etc. sondern um edelsten Schmuck aus der Zeit um 570 v. Chr.: Goldene Kügelchen und Ohrringe, Spangen mit Bernstein-Intarsien und Teile eines Luxus-Zaumzeugs.

Ende 2010 stießen die Forscher in der Nähe der einstigen Heuneburg auf die Grabkammer einer keltischen Fürstin. Um die in Ruhe untersuchen zu können, wurde das gesamte Grab als 80 Tonnen schwerer Block geborgen – der „Keltenblock“ kam dann in ein Speziallabor.

Die Fürstin wurde mit märchenhaftem Luxus bestattet. Um ihren Hals und um ihre Hüfte, um ihre Hand- und Fußgelenke und an ihrer Kleidung trug sie edelsten Schmuck. Sie muss wohl im Alter von etwa 35 Jahren gestorben sein.

Die Gold- und Bernsteinbeigaben zeichnen sich nach Ansicht der Archäologen durch ihre außergewöhnlich hohe kunsthandwerkliche Qualität aus und lassen auf intensive Kontakte der frühkeltischen Elite zu den Etruskern Mittelitaliens schließen.

Nach der Ausstellung verschwinden die Funde erstmal wieder in den Laboren und werden die nächsten Jahre lang ausgiebig untersucht.

Doku „Das Gold der Keltenfürstin“:

Weiterlesen:
Die Stuttgarter Nachrichten schreiben über die Schau am Neuen Schloss: „Das Geheimnis der Keltenfürstin
In der Stuttgarte Zeitung ist zu lesen: „Fürstin und Magierin gibt Rätsel auf

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