„Der Nanny“-Drehorte: Schloss Burgscheidungen

Portal von Schloss Burgscheidungen: Bald auch im Kino bei "Der Nanny" zu sehen / Foto: Wikipedia / Jener13 / CC-BY-SA 3.0
Portal von Schloss Burgscheidungen: Jetzt auch im Kino bei „Der Nanny“ zu sehen / Foto: Wikipedia / Jener13 / CC-BY-SA 3.0

Matthias Schweighöfer („Vaterfreuden“) drehte in historischem Ambiente. Der neue Film des schauspielenden, 33-jährigen Regisseurs heißt „Der Nanny“ und nutzt Schloss Burgscheidungen (Sachsen-Anhalt) als Drehort.

Zumindest für einige Actionszenen. Der Film erzählt die Geschichte des überforderten Vaters und Baulöwen Clemens (die Hauptrolle spielt Schweighöfer natürlich selbst), der einen Betreuer für seinen nervenden Nachwuchs sucht.

Rolf (Milan Peschel) nimmt den Job an, um sich an Clemens zu rächen, wegen so einer Entmietungs-Geschichte. Die Vendetta klappt aber nicht so wie geplant…

Auf Schloss Burgscheidungen ging es Clemens‘ PS-Schaulust an den Kragen: Sein roter Ferrari soll eine Treppe herunterrumpeln und im Schlossteich landen.

Mangels passender Treppe hat das Filmteam die Stufen kurzerhand selbst vors Schloss gesetzt und dann immer wieder die holprige Abfahrt geprobt. Die Mitteldeutsche Zeitung durfte zuschauen.

Matthias Schweighöfer (Bild von 2008) dreht auf Schloss Burgscheidungen / Foto: Wikipedia / Sitacuisses / CC-BY-SA 3.0
Matthias Schweighöfer (Bild von 2008) dreht auf Schloss Burgscheidungen / Foto: Wikipedia / Sitacuisses / CC-BY-SA 3.0

Das Filmteam ist in dieser Woche mit insgesamt 80 Leuten auf der Burg. Im im Dezember fertigen Kinostreifen sollen die Szenen auf dem Schloss dann etwa zehn Minuten der Handlung füllen.

Keimzelle von Schloss Burgscheidungen ist eine mittelalterliche Burg, die möglicherweise schon im achten Jahrhundert bestanden hat. Die Familie von der Schulenburg ließ die Burg nach 1722 zum heutigen Barockschloss umbauen. Die Schulenburgs wurden 1945 durch die sowjetische Besatzungsmacht enteignet.

45 Jahre lang veranstaltete die DDR-Blockpartei CDU hier Seminare für ihre Funktionäre. Die Treuhand versuchte nach 1990 vier Mal vergeblich, das Schloss zu privatisieren. Das klappte erst nachhaltig, als 2008 der heutige Besitzer, der bayerische IT-Experte Bernd Artinger „für eine siebenstellige Summe“ zugriff.

Er will den Gebäudekomplex Stück für Stück wieder nutzbar machen. Man kann inzwischen auf dem Schloss Übernachten und Heiraten und im Café-Restaurant Gräfin-Cosel fein speisen.

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Und auch Filmteams sind auf dem 90.000 Quadratmeter großen Schlossareal im Burgenlandkreis gern gesehene Gäste.

Weiterlesen:
Hier geht’s zum Artikel von Janine Gürtler in der Mitteldeutschen Zeitung: „Burgscheidungen: Schweighöfer dreht Actionszenen

Auf der Schloss-Homepage gibt’s ein Foto mit Schlossherr Bernd Artinger: „Matthias Schweighöfer dreht am Schloss…

Wie Artinger das Schloss kaufte, erzählt ein Artikel auf Volksstimme.de: „Ein Bayer will Schloss Burgscheidungen wieder Leben einhauchen

Hier der „Der Nanny“-Trailer:

Schloss Burgscheidungen aus der Google-Maps-Perspektive:

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