Düsseldorf: Pfingstorkan Ela trifft Schlossparks schwer

Bundeswehr mit schwerem Gerät beim Einsatz in Düsseldorf: Danke Jungs!
Bundeswehr mit schwerem Gerät beim Einsatz in Düsseldorf-Lörick: Danke Jungs! / Fotos: Burgerbe.de

Der Pfingsorkan Ela hat eine Schneise der Verwüstung durch Düsseldorf gezogen. Seit Tagen sind Feuerwehr und Bundeswehr-Pioniere dabei, mit den ca. 20.000(!) entwurzelten oder gesplitterten Bäumen fertig zu werden – bei einem Gesamtbestand von ca. 70.000 Straßenbäumen.

Auch die Düsseldorfer Schlossparks Benrath, Eller und Kalkum wurden schwer getroffen.Die Parks und Stadtwälder sind zurzeit gesperrt. Zu groß ist das Risiko von weiteren herabstürzenden Ästen getroffen zu werden.

Es hat gerade auch einige besonders prägnante Bäume erwischt. Laut RP Online fällte der Sturm auch eine alte Trauerweide auf einer kleinen Insel im künstlichen See vor Schloss Benrath: Seit vielen Jahrzehnten ein beliebtes Fotomotiv.



Der Tag nach dem Sturm in Düsseldorf: Umgestürzte Bäume und abgerissene Äste überall
Der Tag nach dem Sturm in Düsseldorf: Umgestürzte Bäume und abgerissene Äste überall

Das für den 28. Juni 2014 im Benrather Schlosspark geplante Open-Air-Konzert „Träumereien am Romantik-Schloss“ wurde inzwischen aus Sicherheitsgründen abgesagt und soll später nachgeholt werden.

Mein Lieblings-Freibad am Rhein, das Strandbad Lörick hat es besonders schwer erwischt. Teile des massiven Metalltors im Eingangsbereich wurde von umstürzenden Bäumen glatt zerdrückt.

Auf dem von hohen Bäumen umgebenen Gelände am Rhein sieht es nach dem Pfingstorkan wüst aus. Die Fotos, die die Bädergesellschaft online gestellt hat, sind schon beängstigend.

Das Freibad soll voraussichtlich noch 14 Tage lang gesperrt sein. Der Parkplatz ist zurzeit ohnehin nicht benutzbar, dort liegen meterdicke Baumstämme mitsamt Kronen.

Baumkronen auf der Straße
Baumkronen auf der Straße

Auf den Straßen sind inzwischen alle Bäume entfernt. Die Fahrt über die Rheinbrücken war am Tag nach dem Sturm kein Vergnügen. Südbrücke und Rheinkniebrücke waren stadteinwärts ohnehin gesperrt.

Stadtauswärts musste man sich durch lange Staus quälen. Abwechselnd waren zwei von drei Fahrspuren durch Baumkronen blockiert, so dass die Fahrt zum Slalom wurde. In den Tunnels stand zentimetertief Regenwasser (der Rheinalleetunnel stadteinwärts war deswegen gesperrt).

Es gab allein in Düsseldorf drei Tote.

Die Schäden allein an den Straßenbäumen betragen 40 Millionen Euro. Hinzu kommen die vielen mehr oder weniger stark beschädigten Autos.

Der Einsatz der 240 Soldaten des Pionierregiments 100 ist inzwischen verlängert worden.

Vielen Dank an alle Helfer!

Äste und Blätterberge auf der Nachbar-Fahrbahn
Äste und Blätterberge auf der Nachbar-Fahrbahn


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