Burgruine per Hubschrauber gesichert

Die mächtige Burgruine Stein-Kallenfels auf einer Postkarte von 1907. Foto: Wikipedia/Urheberrecht abgelaufen
Die mächtige Burgruine Stein-Kallenfels auf einer Postkarte von 1907. Foto: Wikipedia/Urheberrecht abgelaufen

Steinschlag unterhalb von Burgruinen kann eine üble Sache sein. Im fränkischen Veldenstein stürzten 2013 gleich 300 Tonnen Geröll nebst Teilen der Burgmauer ins Tal (glücklicherweise wurde niemand verletzt).

Auf Burg Stein-Kallenfels soll die Steinschlaggefahr jetzt durch an Stahlträgern verankerte Netze gebannt werden. Da die zu sichernden Stellen nur schwer zugänglich sind und man keine dort nistenden Vögel stören wollte, wurde das Baumaterial jetzt per Hubschrauber eingeflogen. Das berichtet die Rhein-Zeitung.


Kosten: 35 Euro pro Flugminute (der Einsatz dauerte eine Dreiviertelstunde). Insgesamt werden für die fachgerechte Sicherung 100.000 Euro fällig. 30.000 davon zahlt die Stadt Kirn, den Rest berappt das Land Rheinland-Pfalz.

Die Burg (1158 erstmals erwähnt) muss im Mittelalter eine imposante Anlage gewesen sein. Als Untergrund dient ihr das spektakuläre natürliche Felsriff, zu dem auch die Oberhauser Felsen (sogenannte „Kirner Dolomiten“) gehören.

Der Kallenfels trägt einen quadratischen Bergfried – und an höchster Stelle als umfangreichste Anlage Burg Stein mit Halsgraben, Torturm, Bastionen, Schildmauer und fünfeckigem, gegen die Angriffsseite gerichteten Bergfried. Die Anlage befindet sich heute in Privatbesitz und ist bis auf den unteren Felsen unzugänglich, die Ruinen sind jedoch von der Straße aus gut zu sehen.

Und hier geht’s zum Artikel der Rhein-Zeitung: „,Eichhörnchen‘ trug die Stahlträger auf die Burg

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