Schloss Güstrow: Foto-Blitz löst Feueralarm aus

Schloss Guestrow: Die Feuerwehr rückte umsonst an. Zum Glück. Foto: Public Domain
Schloss Güstrow: Die Feuerwehr rückte umsonst an. Zum Glück. Foto: Public Domain

Feueralarm auf Schloss Güstrow südlich von Rostock: Nachdem die automatische Brandmeldeanlage Alarm ausgelöst hat, ist das Schloss am Samstagmittag evakuiert worden. Vier Feuerwehren rückten sofort an, Löschwasserpumpen wurden zum Schlossgraben gefahren.

Das Ganze erwies sich schnell als Fehlalarm: Ein Foto-Blitz hatte einem optischen Sensor der Brandmeldeanlage ein Feuer vorgegaukelt. Das meldet die Schweriner Volkszeitung. Fotografieren mit Blitz ist in dem Gebäude übrigens verboten.

Die Feuerwehr verbucht den Einsatz unter „Täuschungsalarm“, hat aber bewiesen, dass ihr Alarmierungsplan für den Fall eines Schlossbrands funktioniert.

Der Innenhof von Schloss Güstrow / Foto: Wikipedia / Norbert Kaiser / CC BY-SA 3.0
Der Innenhof von Schloss Güstrow / Foto: Wikipedia / Norbert Kaiser / CC BY-SA 3.0

Das Renaissanceschloss wird heute als Museum genutzt. Es beherbergt eine der bedeutendsten musealen Mittelaltersammlungen Norddeutschlands. An den Wänden hängen zudem Werke von Cranach, Maerten de Vos und Tintoretto.

Dass es das Schloss in der heutigen Form überhaupt gibt, verdankt es übrigens den Bränden der alten Burg Güstrow, die 1557 und 1586 Süd- und Nordflügel des Vorgängerbaus zerstörten. Die Herzöge von Mecklenburg sorgten für den repräsentativen Wiederaufbau. Ein mehrere Jahrhunderte lang existierender Ostflügel wurde dann 1795 wegen Baufälligkeit abgerissen.

Zu DDR-Zeiten wurde das Schloss von 1963 bis 1978 umfassend restauriert. Das Museum für norddeutsche Kunst des Mittelalters, Jagd- und Prunkwaffen sowie zeitgenössische Kunst eröffnete dann 1972.

Und hier geht’s zum Artikel der SVZ: „Kamera-Blitz löst Brandalarm im Schloss aus



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