Krefelder Tierquälerin (17) verurteilt: Ein Jahr Jugendhaft auf Bewährung

Oberstaatsanwalt Axel Stahl erklärt neue Erkenntnisse der Behörden
Juni 2013: Oberstaatsanwalt Axel Stahl erklärt den Medien neue Erkenntnisse im Tierquäler-Fall

UPDATE Juni 2015: Der Fall wird immer tragischer: Das wegen Tierquälerei verurteilte Mädchen (inzwischen 19) ist rückfällig geworden. In Troisdorf hat sie ein Pony getötet und in mehreren Pferdeunterständen Feuer gelegt. Sie ist geständig und sitzt zurzeit in Untersuchungshaft.

UPDATE März 2014: Die Polizei weist darauf hin, dass die 2013 verurteilte Krefelderin (damals 17) NICHT für einen neuen Angriff auf ein Pferd in Moers verantwortlich ist. Sie hat ein Alibi.



Hier der Text von Dezember 2013:
Die als „Krefelder Tierquälerin“, bzw. „Pferdeschlitzerin“ bekannt gewordene Natascha H. (zum Tatzeitpunkt 17) muss nicht ins Gefängnis. Das Mädchen ist am Freitag vom Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Krefeld statt dessen zu einem Jahr Jugendhaft auf Bewährung verurteilt worden.

Die Verhandlung war nichtöffentlich. Das gibt das Amtsgericht Krefeld heute in einer Pressemeldung bekannt.

Die Angeklagte hatte im Mai diesen Jahres einen Schafbock des Krefelder Mitmachbauernhofes Mallewupp getötet und enthauptet. Im Juni erstach und enthauptete sie ein Zwergpony am Luiter Weg in Krefeld-Traar. Im August tötete sie ein Schaf im Bereich Langen Dyk in Krefeld.

Die Taten sorgten weit über die Grenzen von Krefeld für Entsetzen und brachten die Bildzeitung dazu, vom „irren Tier-Ripper“ zu schreiben.

Tierfreunde Demonstrierten während der Pressekonferenz für einen bessereen gesetzlichen Tierschutz /Foto: Stadt Spiegel
Tierfreunde demonstrierten während der Pressekonferenz für einen besseren gesetzlichen Tierschutz /Foto: Stadt Spiegel

Als die Polizei bei einer Pressekonferenz Hintergründe zur Tat bekannt gab, kam es vor dem Krefelder Polizeipräsidium zu einer Demonstration von Tierschützern.

Nach Ansicht des Gerichts ist die Angeklagte schuldfähig. Das Gericht folgte dabei den schriftlichen Ausführungen in einem über die Angeklagte erstellten jugendpsychiatrischen Sachverständigengutachten. Die Angeklagte ist geständig. Ihr Motiv bleibt allerdings weiter im Dunkeln.

Die Polizei hatte im Juni 2013 einen anderen Verdächtigen verhaftet. Der Verdacht gegen den Mann erwies sich dann jedoch als unbegründet.

Beim Krefelder Mitmachbauernhof Mallewupp ärgert man sich, erst aus den Medien von der Verurteilung erfahren zu haben – und fordert den Schädel von Schafsbock Piet zurück.

Mehr zu dem Fall hier im Blog: „Krefelder Tierquälerin: 17-Jährige legt Teilgeständnis ab / Tierschützer-Demo vor Pressekonferenz

Hier geht es zum einem Artikel bei RP Online: „Bewährungsstrafe für 17-jährige Tierquälerin
Die Westdeutschen Zeitung schreibt dazu: „Ein Jahr auf Bewährung: Tierquälerin (17) muss nicht ins Gefängnis



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