Deutschlandrundfahrt „My home is my castle“: Von Iserhatsche bis Ritter Kahlbutz


Vulkanschloss Montagnetto im Landschaftspark Iserhatsche / Foto: Wikipedia/Robby4711/CC-BY-SA-3.0-migrated
Vulkanschloss Montagentto im Landschaftspark Iserhatsche / Foto: Wikipedia/Robby4711/CC BY-SA 3.0

Sendungen über Burgen: Das ist doch nur ein Format fürs Fernsehen, für Arte, 3Sat und den Seniorensender ZDF? Ja, aber es geht auch im Hörfunk. Radio Arabella in Österreich hat es mit „Burgen, Schlösser und Ruinen“ vorgemacht. Und jetzt bringt auch das Deutschlandradio Kultur ein 45-minütiges Feature seiner Deutschlandrundfahrt unter dem Titel „My home is my Castle“.

Johannes Nichelmann hat mehrere noch bewohnte Burgen besucht und den Besitzern das Mikro unter die Nase gehalten. Los geht es im Landschaftspark Iserhatsche bei Bispingen in der Lüneburger Heide. Hauptattraktion ist Schloss Montagnetto, ein verkleinerter Nachbau eines Schlosses im italienischen Stil.

Das Besondere: In das wild aus quaderförmigen Baukörpern zusammengewürfelte Gebäude ist ein Vulkanschlot eingebaut, der immer mal wieder „ausbricht“. Im Innern des Burgbergs befindet sich ein Festsaal für bis zu hundert Personen, der für Hochzeiten und andere Feiern genutzt wird. Die seltsame Immobilie gehört Uwe Schulz-Ebschbach, der nocb ein paar ganz andere Ideen auf Lager hat…

Weiter geht es zu Schloss Wartin in der Uckermark, Burg Stein in Hartenstein (sächsisches Erzgebirge) und zum Schloss des Ritters Christian Friedrich von Kahlbutz in Kampehl. Der märkische Edelmann (1651-1702) brachte es fertig, nach seine Tod lediglich zu vertrocknen, aber nicht zu verwesen: Dem trockenen Klima in der Gruft der Kirche von Kampehl sei Dank, wo er heute noch liegt.

Deutschlands berühmteste Mumie kann dort gegen Gebühr besichtigt werden: Die Gruft ist von April bis Oktober außer Montag von 10 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr geöffnet, von November bis März täglich (außer Montag und Dienstag) von 10 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr.

Schloss Kampehl brannte 1997 ab, die Ruine stand jahrelang leer. Seit 2003 wird nun versucht, den weiteren Verfall des Gebäudes zu stoppen. Heute befinden sich dort eine Kita, eine Galerie und ein DDR-Museum.

Alles in allem eine hörenswerte Burgen-Doku!

Link:
Und hier kann man sich die Sendung anhören (vierter Link) auf der Seite von Deutschlandradio Kultur anhören (zu finden unter dem Datum 24.8.2013).
Artikel bei Deutschlandradio Kultur über den Beitrag: „My Home Is My Castle! Reise durch bewohnte Burgen



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