Stadtschloss-Keller: Des Kaisers vergrabene Pyramiden

Keller des Berliner Schlosses
Keller des Berliner Schlosses

Bei den Ausschachtungsarbeiten für den Neubau des Berliner Stadtschlosses der Hohenzollern als Humboldt-Forum erlebten die Bauarbeiter eine dicke Überraschung. Etwa 1,5 Meter tief im märkisch-sandigen Untergrund stießen sie auf seltsam fremdartige Gebilde: Etwas außerhalb des alten Schlossgrundrisses legten sie schwarze Pyramidensockel von elf Metern Breite und vier Metern Höhe frei – mit flacher, durch Teerpappe abgedeckter Oberfläche.

Wollten Preußens Könige etwa in den Schlosskellern den Pharaonen nacheifern? Sollte die Spree den Nil ersetzen? Und wo war dann die Sphinx (Nofretete war ja schon da)?

Etwas größenwahnsinnig war die Idee schon, die dahintersteckte. Schließlich stammte sie von Kaiser Wilhelm II., und der war ja während seiner langen Regierung immer schnell für die ganz großen, teuren Sachen zu begeistern (Schlachtschiffe, Kolonien, mehr Schlachtschiffe…).
Stadtschloss-Keller: Des Kaisers vergrabene Pyramiden weiterlesen

facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Schloss Bedburg: Abbrucharbeiten abgeschlossen – Warten auf Fördergelder für den Vorplatz

Schloss Bedburg: Teile der Fassade waren gerade eingerüstet
Schloss Bedburg: Teile der Fassade waren eingerüstet

Die Arbeiten am niederrheinischen Schloss Bedburg sind vorerst abgeschlossen. Am Schloss wurde repariert und saniert (Dach, Fassade) – aber in erster Linie abgerissen. So verschwanden der Anbau der einstigen Rheinischen Ritterakademie –  früher eine Kaderschmiede für Adels-Sprösslingen – und die 1855 gebaute Schlosskapelle. Von den Arbeiten berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Grund für die Arbeiten ist die Absenkung des Grundwassers durch den nahen Tagebau Garzweiler. Dadurch kam es zu Rissen in den Mauern. Schlosskapelle und Ritterakademie hätten nur durch Millionen-Investitionen gerettet werden können. Es war allerdings kein Geldgeber in Sicht. Vor diesem Hintergrund blieb nur der Abriss, der im Sommer 2011 begonnen hatte.

Schloss Bedburg: Abbrucharbeiten abgeschlossen – Warten auf Fördergelder für den Vorplatz weiterlesen

facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Burg Hohengeroldseck: Spezialmörtel für die Mauersanierung

Die Ruine von Burg Hohengeroldseck im Schwarzwald / Foto: Wikipedia-ce
Die Ruine von Burg Hohengeroldseck im Schwarzwald / Foto: Wikipedia-ce / Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Meterdicke Burgmauern waren im Mittelalter und der Zeit der aufkommenden Kanonen keine Seltenheit. Nur machte sich in der Regel niemand die Mühe, die zyklopischen Wände komplett aus behauenen Steinquadern aufzuschichten. Das wäre viel zu teuer und langwierig geworden. Man war ja schließlich nicht beim Pyramidenbau.

Viel einfacher ging es, wenn man zwei Mauern hochzog und den Zwischenraumeinfach mit Schutt und Steinen füllte. Versuchte ein Angreifer den Mauerdurchbruch, provozierte er zudem eine Geröllawine. Heute wird diese Bauweise zum Problem, denn nach Jahrhunderten ist der Zusammenhalt von Mauern und Schutt brüchig geworden.

Burg Hohengeroldseck: Spezialmörtel für die Mauersanierung weiterlesen

facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Dessau-Wörlitzer Gartenreich übersteht Elbe-Hochwasser / Schloss Luisium beschädigt

Das Schloss Luisium im Wörlitzer Gartenreich / Foto: Wikipedia/Doris Antony
Das Schloss Luisium im Wörlitzer Gartenreich / Foto: Wikipedia/Doris Antony/CC BY-SA 3.0

Entwarnung im Welterbe Dessau-Wörlizer Gartenreich: Dank neuer Deiche und des Einsatzes zahlreicher Helfer blieb eine Überflutung des Gartenreichs aus. Ähnlich hohe Schäden wie beim Hochwasser 2002 konnten so vermieden werden – und das, obwohl beim Scheitelpunkt der Flut der Elbe-Pegel 2013 deutlich höher lag als beim „Jahrhunderthochwasser“ 2002. Davon berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

Beschädigt hat Hochwasser, beziehungsweise das stark gestiegene Grundwasser, allerdings Schloss Luisium. Das historische Gebäude war mit Spundwänden und Sandsäcken gegen die Fluten geschützt worden. Die Barrieren konnten zwar die Elbe-Fluten abhalten, nicht aber das aus dem Boden hochgedrückte Wasser.

Dessau-Wörlitzer Gartenreich übersteht Elbe-Hochwasser / Schloss Luisium beschädigt weiterlesen

facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Nach Felssturz: Bayern will Burg Veldensteiner Festival absagen

Ort des Felsabgangs: Burg Veldenstein in Neuhaus an der Pegnitz / Foto: Wikipedia/Xocolatl
Burg Veldenstein in Neuhaus an der Pegnitz: Schauplatz des wohl bald abgesagten Festivals / Foto: Wikipedia/Xocolatl

Die Gruppen Eisbrecher, Die Apokalyptischen Reiter, Mono Inc., Stahlmann, Rabenschrey und Maerzfeld sollen eigentlich am Samstag, 17. August, auf dem Gelände von Burg Veldenstein in Neuhaus an der Pegnitz (Franken) auftreten, mitsamt einer Ramstein-Tribute-Show am Vortag.

Nach einem schweren Felssturz von 300 Tonnen Gestein vom Burgberg in den Ort Ende Mai hat die Immobilienverwaltung des Freistaats Bayern jedoch einen Rückzieher gemacht und der veranstaltenden Agentur Concertbüro Franken (CBF) eine Absage erteilt. Das Electro/Gothic-Festival dürfe danach aufgrund von Sicherheitsbedenken nicht stattfinden. Darüber berichtet dankenswerterweise die Nürnberger Zeitung.

Nach Felssturz: Bayern will Burg Veldensteiner Festival absagen weiterlesen

facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail