Schloss Wolkenstein / Foto: Botulph / CC-BY-SA 3.0

Schloss Wolkenstein und die Schrauber mit der NVA-Technik

NVA-Ehrenwache unterwegs / Foto: Wikipedia/Michail Jungierek
NVA-Ehrenwache unterwegs / Foto: Wikipedia/Michail Jungierek /Lizenz: CC Attribution-Share Alike 3.0 / Foto oben: Botulph / CC-BY-SA 3.0

Sachsen war jahrhundertelang ein militärischer Machtfaktor. Man schlug sich (und paktierte) mit Brandenburg-Preußen ebenso wie mit Napoleon.

Und noch vor wenigen Jahren standen sächsische Truppen der Nationalen Volksarmee (NVA) zum finalen Angriff auf den kapitalistischen Westen bereit.

Ein Sturmlauf, der erst am Atlantik hätte enden sollen. Dummerweise kam eine friedliche Revolution dazwischen…


Der Geschichte der kursächsischen, später königlich-sächsischen und schließlich DDR-Volksarmee widmet sich das Militärhistorische Museum auf Burg / Schloss Wolkenstein (was für ein schöner Name!) im Erzgebirge.

Die Einrichtung, getragen von einem engagierten Förderverein, zieht im Jahr etwa 3000 Besucher an.

Sie macht durch zwei jährliche Sonderausstellungen und diverse Aktionen auf sich aufmerksam. Am Wochenende präsentierten Sammler und Schrauber altes NVA-Militärgerät – vor allem Fahrzeuge und Funkausrüstung. Davon berichtet die Freie Presse.


Schloss Wolkenstein über dem Zschopautal / Foto: Wikipedia/Oxensepp
Schloss Wolkenstein über dem Zschopautal / Foto: Wikipedia/Oxensepp / Lizenz: CC Attribution-Share Alike 2.0 Germany

Zu sehen gab es für die rund 700 Besucher jede Menge alte Militärtechnik, noch immer rollende Geländewagen und einen Tatra-Lkw aus Sowjet-Produktion – und die bekannten NVA-Uniformen.

Die Veranstalter hatte nach harschen Diskussionen im Vorfeld mit Schildern klargestellt, dass hinter der „Ostalgie“-Veranstaltung keinerlei Links oder Rechts orientierten Motive steckten (schade, dass das nötig ist).

Auf den ursprünglich geplanten „Politunterricht“ wurde daher wohlweislich verzichtet. Natürlich wurde viel darüber gefachsimpelt, mit welchem heute vorsintflutlich anmutenden Know-How (Funksignale per Lochstreifen!) die NVA denn die Nato-Truppen hätte schlagen sollen.

Burg Wolkenstein stammt übrigens aus dem 13. Jahrhundert. Kurfürst August von Sachsen ließ sie in den 1550er Jahren zum Renaissanceschloss ausbauen. Jahrzehntelang (bis 1951) diente sie als Gefängnis.

Besucherinfo: Schloss Wolkenstein, Schlossplatz 4, 09429 Wolkenstein (Besucher werden gebeten, sich für Führungen unter Telefon 037369-87750 anzumelden).

Links:

Seite des militärhistorischen Museums Wolkenstein

Und hier geht’s zum Artikel von Petra Kaden in der Freien Presse: „Wolkensteiner Schloss als NVA-Technikmuseum

Ein paar private Videobilder, gefunden bei YouTube:



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