Burg Landshut: Erbaut auf Resten eines Römerkastells

Burg Landshut in Bernkastel-Kues - umgeben von Weinbergen, wie sich das gehört in RLK / Foto: Wikipedia/O de Andrade
Burg Landshut in Bernkastel-Kues – umgeben von Weinbergen, wie sich das gehört in Rheinland-Pfalz / Foto: Wikipedia/O de Andrade/CC BY-SA 3.0

Wo sich heute die Ruine von Burg Landshut (Bernkastel-Kues) inmitten von Weinbergen erhebt, lag in spätrömischer Zeit ein Kastell. Es sollte den Nachschub entlang der Mosel zum Rhein – der jahrhundertelangen Grenze des Imperiums – sichern.

Genaueres von der Existenz des Kastells, das dem Ort „Bernkastel-Kues“ seinen Namen gab, weiß man erst seit Mai 2012. Damals stießen Archäologen bei einer Grabung in der Ruine auf die unverkennbaren römischen Spuren.

Nun will die Stadt Fördergelder beantragen, um einen Rundweg auf die römischen Relikte hin auszuschildern. Auch eine bessere Erschließung der Burgruine ist Thema. Darüber berichtet der Trierische Volksfreund. Es ist etwa daran gedacht, eine Aufzug für Rollstuhlfahrer zu installieren und den Turm noch besser zugänglich zu machen.

Nach Ende der Regenfälle sollen auch die Grabungen weitergehen. Inzwischen ist klar, dass das Römer-Kastell eine rechteckige Anlage mit einem Umfang von 60 x 30 Metern war, geschützt von 1,8 Meter starken Mauern aus Quarzitsteinen. Hinzu kamen sechs bis sieben Türme mit Umfängen von jeweils sechs mal sechs Metern.

Um das Jahr 1000 herum entstand auf den Resten des Römerkastells eine Burganlage. Die heutige Burg ließ Ende des 13, Jahrhunderts der Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen bauen. Am 8. Januar 1692 wurde die Burg durch ein Feuer zerstört und ist seitdem eine Ruine.

Und hier geht’s zum Artikel bei Volksfreund.de: „Wie geht’s weiter mit der Burg Landshut?


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