Godesburg-Dissertation mit Albert-Steeger-Preis ausgezeichnet

Die Ruine der Godesburg in Bad Godesberg / Foto: Wikipedia/Dickbauch
Die Ruine der Godesburg in Bad Godesberg / Foto: Wikipedia/Dickbauch/CC-BY-SA-3.0

„Die Godesburg – Archäologie und Baugeschichte einer kurkölnischen Burg“ – so lautet der Titel der Dissertation von Dr. Tanja Potthoff, für die sie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit dem Albert-Steeger-Preis 2013 ausgezeichnet hat. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der LVR zeichnet seit 1955 mit dem Preis Nachwuchsforscher aus, die „Beiträge für die Erforschung und Entwicklung der rheinischen Landes- und Volkskunde geleistet haben“.

Die Verleihung fand am Montag, 3. Juni 2013, auf Burg Linn in Krefeld statt. Die Laudatio hielt Professor Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland.

Die Godesburg in Bad Godesberg liegt auf dem Kegel eines erloschenen Vulkans. Ihren Grundstein hatte am 15. Oktober 1210 der Kölner Erzbischof Dietrich I. von Hengebach gelegt. Ihr die Stadt überragender Bergfried hat eine Höhe von 32 Metern. 1891 hat Kaiser Wilhelm II. die Ruine der damaligen Gemeinde Godesberg geschenkt. 1959 wurden ein Hotel (nicht mehr in Betrieb) und ein Restaurant angebaut.

Albert Steeger, der Namensgeber des Preises, hatte 1936 das Heimatmuseum Burg Linn gegründet und bei Grabungen in Krefeld-Gellep das größte römisch-fränkische Gräberfeld nördlich der Alpen entdeckt. Dort wird bis heute gegraben. Funde wie etwa fränkische Schwerter werden mit immer moderneren Methoden untersucht.


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