Stiftung mit 25 Millionen Euro für Westwall-Erhalt geplant

Solche Panzersperren aus Beton waren Teil des Westwalls in der Eifel / Foto: Wikipedia/Markus Schweiss
Solche Panzersperren aus Beton waren Teil des Westwalls in der Eifel / Foto: Wikipedia/Markus Schweiss/CC BY-SA 3.0

Auch der Beton des „Tausendjährigen Reichs“ hält Wind und Wetter nicht ewig stand. Das sieht man besonders am so genannten Westwall, der 630 Kilometer langen Linie aus Bunkern und Panzersperren, der sich von der niederländischen bis zur schweizer Grenze entlang zog – und trotz großer Anstrengungen nie richtig fertig wurde.

Auch hier konnte die Wehrmacht die Aliierten nicht stoppen, sondern sie lediglich in für beide Seiten blutige Kämpfe im Hürtgenwald verwickeln.

Um zumindest etwas gegen den Verfall der mittlerweile historischen Bunker und Sperranlagen zu tun, hat die Landesregierung von Rheinland-Pfalz die Gründung einer Stiftung angekündigt. An sie sollen ab Oktober 2014 dann 25 Millionen Euro aus Bundesmitteln fließen. Das meldet die Deutsche Presseagentur.

Man darf gespannt sein, wie die Landesregierung die Verteilung der Gelder handhabt – speziell wie hoch die Mittel sind, die die Stiftung erstmal für den eigenen Betrieb ausgeben wird (Verwaltung, Gutachten, Fahrten entlang der Bunkerlinie, Spesen) – und wie viel Geld tatsächlich in den Erhalt der Bunker gesteckt wird.


Westwall-Kampfbunker mit Spuren von Geschosseinschlägen  / Foto: Wikipedia/Markus Lauer
Westwall-Kampfbunker mit Spuren von Geschosseinschlägen / Foto: Wikipedia/Markus Lauer/CC BY-SA 3.0

Wichtig wäre, dass mit den Mitteln auch das schon bestehende Westwall-Museum bei Pirmasens unterstützt wird (betrieben vom Verein HGS Gerstfeldhöhe und der Stadt Pirmasens). Es befindet sich im Festungswerk Gerstfeldhöhe und hat samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Mit dem Werk war 1938 begonnen worden. Es war eine der stärksten Befestigungen zwischen Aachen und der Weißenburger Senke.

Nach Angaben der Museums-Homepage waren 14 Kilometer Gänge geplant. Das Werk sollte ein Lazarett, eine Kaserne für 800 Mann, Schmalspurbahnhöfe und Munitionsdepots enthalten.

Im Sommer 1940 wurden die Arbeiten zugunsten der Stellungen am Atlantikwall eingestellt. Bis dahin waren drei Werkgruppen mit zehn Kampfständen, vier Beobachtern und dem B-Werk Obersimten fertiggestellt. Die Länge der Gänge beträgt circa fünf Kilometer.

Link: Homepage des Westwall-Museums


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