Schloss Berlepsch: Funde im vermüllten Geheimgang

Schloss Berlepsch an der Werra
Schloss Berlepsch an der Werra

Der Sage nach beginnen in den Kellern von Schloss Berlepsch drei finstere Geheimgänge, die sich vom Schlossberg bis hinunter zur Werra ziehen sollen. Solche Geschichten, garniert mit Beschreibungen gewaltiger, fluchbeladener Schätze gibt es ja viele in alten Gemäuern.

Doch als Graf Sittich von Berlepsch Mitte der Achtziger Jahre im Schlosskeller auf eine zugemauerte Öffnung stieß, war er elektrisiert. War vielleicht doch etwas dran an den Erzählungen von den Tunneln unter der Burg?

Der Burgherr grub und stieß tatsächlich auf den Anfang eines Gangs, der zu einem der Bergfriede des Schlosses führte. Er war allerdings mit Schutt und dem mehrhundertjährigen Abfall der Burgbewohner verfüllt.



Palas von Schloss Berlepsch
Palas von Schloss Berlepsch

Für Sittich von Berlepsch ein Glücksfall. Die nächsten Jahre konnte sich der Hobby-Archäologe buchstäblich durch die Geschichte seiner Familie buddeln. Was er dabei entdeckte, zeigt der gelernte Goldschmied heute im 85 Quadratmeter großen Burgmuseum.

Zutage kamen winzige Glasfläschchen, rund 250 silberne Gewandnadeln, Scherben, Esel- und Bärenknochen und sogar ein behauener Runenstein, der darauf hindeutet, dass der Felssporn schon lange vor dem Bau der Burg im 14. Jahrhundert besiedelt war.

Mehr zur gräflichen Spurensuche und dem Burgmuseum steht in einem Artikel von Jürgen Gückel im Göttinger Tageblatt: „Graf Berlepsch buddelt sich durch Abfall

Mehr zur Geschichte des Schlosses hier im Blog: „Schloss Berlepsch trotzte den Stürmen der Zeiten

Fotos: Burgerbe.de



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