Umrisse von Burg Ascheberg werden wieder sichtbar

1164 war kein gutes Jahr für die Gegend um Burgsteinfurt. Die Herren von Burg Ascheberg ung Burg Steinfurt bekriegten sich – mit dem Ergebnis, dass beide Burgen von der jeweils anderen Seite zerstört wurden. Burg Ascheberg blieb Ruine und verschwand schließlich ganz, während Schloss Steinfurt neu erstand.

Von der Ascheberger Burg blieb nur die Erinnerung, bis sich der Intendantur- und Baurat J.H. Schmedding im Jahr 1900 ans Ausgraben machte und die Grundmauern von Bergfried (bis zu 2,4 Meter dick) und Palas entdeckte. 113 Jahre später sollen Schmeddings Entdeckungen nun sichtbar gemacht werden. Das melden die Westfälischen Nachrichten.

Das Prinzip ist recht einfach: Eine Gartenbaufirma hat die Grundmauern mit 50 cm hohen Gabionen nachgezeichnet. Dass sind Natursteinmauern in einem Drahtgerüst. Archäologen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe hatten zuvor Sondagen zur genauen Lage der Mauern durchgeführt und Schmeddings Ergebnisse bestätigt. Infotafeln sollen folgen.

Das Ganze wird mit 24.500 Euro aus Fördermitteln der NRW-Stiftung bezahlt. Eine gute Idee, den verschwundenen mittelalerlichen Burgenbau wieder sichtbar zu machen.

Hier geht’s zum Artikel der WN mit dem Titel „Bodendenkmal Burg Ascheberg erfährt durch neues Gestaltungskonzept eine deutliche Aufwertung“.

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