Schweizer Volksabstimmung verhindert Burgen-Verkauf

Weiherschloss Bottmingen: Bürger entscheiden über Verkauf / Foto: Wikipedia/Wladyslaw Sojka aka de:User:Taxiarchos228
Weiherschloss Bottmingen: Bürger entscheiden über Verkauf / Foto: Wikipedia/Wladyslaw Sojka aka de:User:Taxiarchos228 / CC BY-SA 3.0

Im schweizer Kanton Baselland hat die Bevölkerung  den Verkauf der kantonseigenen Schlösser Bottmingen und Wildenstein per Volksabstimmung verhindert. Die Kantonsregierung und der Landtag hatten den Verkauf vorgeschlagen, um Geld für den Erhalt zu sparen. Dem Käufer sollten Auflagen gemacht werden. Das meldet die Badische Zeitung.

Der Plan stieß auf Kritik: 5200 Bürger hatten eine Petition „Ja zu Wildenstein und Schloss Bottmingen“ unterzeichnet, in der sie sich gegen den Verkauf aussprachen. Im Unterstützungskomitee „Kultur verpflichtet“ stellten sich auch sechs frühere Regierungsmitglieder gegen die Veräußerung.

Der Plan der Regierung sah vor, die Schlösser an eine Stiftung oder jeden anderen Träger verkaufen zu können, so lange sie weiter „im heutigen Ausmaß“ öffentlich zugänglich blieben. Schloss Bottmingen ist eines der wenigen erhaltenen Wasserschlösser der Schweiz. Der Erhalt kostet 700.000 Franken im Jahr. Wer es kaufen sollte, blieb bis zuletzt unklar.

Ein ausführliches PDF zur Vorgeschichte findet sich hier.

Der Artikel der Badischen Zeitung steht hier.

Die Bürgerinitiative setzte sich schließlich an der Wahlurne durch. „20 Minuten Online“ schreibt dazu: Die Initiative «Ja zu Wildenstein und Schloss Bottmingen» wurde mit 46.558 zu 30.677 Stimmen gutgeheissen. Knapp abgelehnt wurde dagegen mit 36.781 zu 36.882 Stimmen ein Gegenvorschlag der Regierung, der die Abgabe der Schlösser an eine Stiftung vorsah. Die Stimmbeteiligung lag bei 45 Prozent. Hier geht’s zum Artikel.


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