Bunker Valentin: U-Boot-Fabrik wird „Denkort“


Der Bunker Valentin in Bremen / Foto: Wikipedia/ich/CC BY-SA 3.
Der Bunker Valentin in Bremen / Foto: Wikipedia/ich/CC BY-SA 3.0

Der größte deutsche Bunker des Zweiten Weltkriegs heißt Valentin, verfällt langsam und steht in Bremen-Rekum an der Weser. Auf 35.375 Quadratmetern Fläche sollten vorwiegend Zwangsarbeiter Segmente von U-Booten des Typs XXI („Elektroboote„) fertigen.

Nachdem die Bundeswehr, die dort lange ein Ersatzteillager betrieben hat, ausgezogen ist, soll der riesige Bunker nun innerhalb von fünf Jahren zum „Denkort“ werden. Bund und Land Bremen stellen dafür zusammen 3,8 Millionen Euro zur Verfügung.


Im Gegensatz zu den massiven Bunkern der Marinebasen in Brest, Lorient, St. Nazaire, La Rochelle und Bordeaux, von denen U-Boote zu Feindfahrten im Atlantik aufbrachen, sollte Valentin als reine Produktionsstätte dienen. Der Bunker kann zurzeit aus Sicherheitsgründen nur im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

Eine ARD-Dokumentation zum Bunker Valentin aus dem Jahr 2014 findet sich bei YouTube:

Ein Filmbeitrag des NDR, der den Bunker kurz vor dem Abzug der Bundeswehr zeigt, ist ebenfalls bei Youtube zu sehen:

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