Der Prinz zu Bentheim als „Burgenscout“ für Filmteams

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Ganz schön burgenlastig: Königreich der Himmel von 2005 (Bild: 20th Century Fox)

Burgen sind ein beliebter Drehort – nicht nur für Action- und Gruselstreifen. Aber woher sollen Filmteams wissen, welche der vielen hundert alten Gemäuer denn für sie geeignet sind? Wo kann man drehen, ohne dass dauernd Touristenhorden ins Bild stampfen, wo stimmen Ambiente, Licht und die Versorgung mit Strom, Kaltgetränken und ggfs. Komparsen?

Oskar Prinz zu Bentheim will da weiterhelfen.

Nach einem Bericht der Münsterschen Zeitung bietet sich der adelige Historiker interessierten Film-Produktionsfirmen als „erster Burgenscout Deutschlands“ an. Reichlich Erfahrung hat der 63-Jährige bereits mit Filmteams gesammelt, die regelmäßig auf dem Gelände von Burg Bentheim drehen.

Dabei merkte er auch, dass es dringend nötig ist für „mehr Sachlichkeit“ im Umgang zwischen adeligen Burgbesitzern und dem Völkchen der Schauspieler / Produzenten zu sorgen. Auf beiden Seiten herrschten gegebenüber den jeweils anderen noch reichlich Vorurteile…

Der Prinz zu Bentheim sieht sich als gut vernetzter Kontakte-Vermittler. Nun will er erstmal eine Kartei mit interessanten Anlagen aufbauen. Nicht fehlen dürfte da Burg Kreuzenstein in Niederösterreich, wo 2008 diverse Szenen für den für 2010 geplanten Hexen-Thriller „Season of the Witch“ mit Nicolas Cage gedreht wurden.

Der Prinz sollte aber auch unbedingt Richtung Osten schauen, denn nach Ansicht der Zeitschrift Super-Illu sind übrigens die Burgen in der ehemaligen DDR besonders attraktive Drehorte.

Sönke Wortmann filmte gerade erst im Herbst 2008 mit internationalem Team auf Burg Querfurth in Sachsen-Anhalt Szenen für „Die Päpstin„. Mit dabei auch David Wenham (bekannt als „Faramir“ im Opus „Herr der Ringe“). Den australischen Schauspieler zitiert das Blatt mit den Worten: „Ich habe noch nie in Deutschland gedreht – und dann gleich an einem so aufregenden Ort! In einer echten Kulisse wie dieser kann man sich perfekt in die Rolle und in die Zeit hineinversetzen.“

Den Prinzen zu Bentheim wird’s freuen…


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