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Presseschau Burgen und Schlösser (2): Ein Skandal, Kriegsfolgen und die Mammuts

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Schloss Burg an der Wupper (Foto: Meins)

Skandal auf Schloss Burg? Staatsanwaltschaft ermittelt

Solingen – Wie die Rheinische Post meldet, hat ermittelt die Wuppertaler Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Geschäftsführer des Schlossbauvereins von Schloss Burg im Bergischen Land. Es bestehe der Anfangsverdacht, dass der Betreffende „Gelder zu Prämienzahlungen für sich und andere an der Steuer vorbei“ ausgeschüttet habe, so der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft. In den Bilanzen von Schloss Burg tue sich ein Loch von mindestens 25 000 Euro auf, schreibt die Zeitung. Insider vermuteten jedoch, dass der Schaden noch größer sein könnte.


Ausstellung zur kriegerischen Geschichte der Zähringer Burg

Gundelfingen – Die Ergebnisse archäologischer Grabungen auf dem Gelände der Ruine der Zähringer Burg (bei Freiburg/Breisgau) kann man aktuell in Gundelfingen sehen. Im Englerbeck-Huus wird die Ausstellung „Leben auf der Zähringer Burg“ gezeigt. Das meldet die Badische Zeitung. Gefunden wurden diverse Spuren der kriegerischen Burggeschichte wie ein Armbrustbolzen und Bruchstücke einer Katapultkugel. Auch ein Silberlöffel aus dem 13. Jahrhundert kam zum Vorschein.

Schloss Hofstetten: 500 Jahre alte Schindeln im Bauschutt entdeckt

Hofstetten – Wie waren eigentlich die Dächer von Burggebäuden gedeckt? Eine Frage, die gar nicht so einfach zu beantworten ist, schließlich wurden die Anlagen ständig umgebaut – und auch das solideste Dach hält selten länger als ein paar Generationen. Umso größer war die Freude der Wissenschaftler, als bei einem Umbau von Schloss Hofstetten (Altmühltal) jetzt zufällig 500 Jahre alte Eichenschindeln auftauchten, die einst als Bedeckung des Bergfrieds dienten.
Das meldet der Donaukurier. Die nur etwa sechs mal zehn Zentimeter messenden, rot lackierten Schindeln sollen das Gebäude etwa von 1470 bis 1690 geziert haben. Die Farbe sollte wohl ein (teureres) Ziegeldach vortäuschen.

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Die Marienburg von Südosten (Foto: Wikipedia/Ziegenspeck/gemeinfrei)

Rätselraten um Massengrab an der Marienburg

Malbork – Viel wird zurzeit über das bei Bauarbeiten am Fuß der ostpreußischen Marienburg (heute in Malbork/Polen) entdeckte Massengrab aus der Endphase des Zweiten Weltkriegs geschrieben. Die Überreste von bis zu 1800 Menschen sollen dort liegen, darunter Frauen und Kinder. Rund 100 von ihnen weisen Einschusslöcher auf. Die Opfer wurden als Deutsche identifiziert, so viel ist sicher.

Ob sie beim von schwerer Artillerie unterstützten Sturm der Roten Armee auf die Stadt und die bis zuletzt verteidigte Ordensritter-Burg umkamen oder später hingerichtet wurden, ist noch offen und dürfte in Zukunft reichlich Stoff für Spekulationen bieten. Links: Spiegel „Eines Tages“, Süddeutsche Zeitung.

Ice Age auf Burg Linn

Krefeld – In Burg Linn sind zurzeit die Mammuts los. Auf der Wasserburg wird eine Ausstellung über Tierwelt und Leben unserer Vorfahren während der letzten beiden Eiszeiten (450.000 bis 10.000 v.Chr.) gezeigt. Die Schau präsentiert rund 200 Exponate, datunter ein lebensgroßes Modell-Mammut. Die Ausstellungen dort sind sehr zu empfehlen. Mehr bei RP-Online.

Link: Und hier geht’s zu Teil 1 der Presseschau.

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