Briefmarke feiert „1000 Jahre Burg Tangermünde“

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Quelle: Post AG - Gemeinfrei

Mit einem Streit fing alles an. Zwei Adelige gerieten sich im Jahr 1009 vor den Befestigungsanlagen der „civitas Tongeremuthi“ derart in die Haare, dass Bischof Thietmar von Merseburg die Auseinandersetzung in seiner Chronik festhielt. Das war gleichzeitig die erste schriftliche Erwähnung der um 925 zur Überwachung der Tangermündung in die Elbe gebauten Burg. Die Post feiert dieses „Jubiläum“ jetzt mit einer 90-Cent-Briefmarke (Enwurf: Jochen Bertholdt, Rostock). Burgen sind beim Gelben Riesen ja sowieso ein beliebtes Motiv.

Vor wenigen Tagen hat die Stadt Tangermünde (Sachsen-Anhalt) nun mit Jazz-Klängen ein 1000-Jahre-Burg-Tangermünde-Festjahr eingeläutet, und die druckfrischen Marken mitsamt Ersttagsstempeln verkauft. Das berichtet unter anderem der Mitteldeutsche Rundfunk.

Die Reichsburg war 1373 bis 1378 sogar eine der Residenzen von Kaiser Karl IV., der sie schlossartig ausbauen ließ. Der Bequemlichkeit liebende Kaiser hatte ein paar Jahre zuvor die Goldene Bulle verabschiedet, die u.a. die Königswahl durch die Kurfürsten festlegte. Im Dreißigjährigen Krieg zerstörten schwedische Truppen die Backsteinburg der alten Hansestadt im Jahr 1640. Anschließend wurde sie in der heutigen Form wieder aufgebaut. Der letzte Wiederaufbau datiert von 1902.

Architektonisch charakteristisch sind der runde Bergfried und ein rechteckiger Wohnturm. In der ehemaligen Kernburg befindet sich heute das Schlosshotel Tangermünde.

Meine Eindrücke vom Tangermünde-Besuch und ein paar Fotos der Anlage gibt es hier.


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