Deutsches Burgenmuseum auf der Veste Heldburg: Eröffnung erst 2015


Innenhof der Veste Heldburg
Innenhof der Veste Heldburg / Foto: Burgerbe.de

Die ursprünglich für Sommer 2011, dann für Sommer 2013 geplante Eröffnung des Deutschen Burgenmuseums auf der Veste Heldburg (Thüringen) ist um weitere zwei Jahre verschoben worden.

Sie soll nun 2015 stattfinden. Gründe für die Verschiebung wurden nicht bekannt. Es liegt wohl schlicht daran, dass es ein Mammut-Projekt ist.

Im geplanten Burgenmuseum soll keine Mini-Sammlung präsentiert werden, sondern auf 40 Räumen (mit üppigen 3000 Quadratmetern) ein Überblick über die Geschichte der deutschen Burg vom frühen Mittelalter (ab etwa dem Jahr 500) bis zu den türmchenbewehrten Märchenschloss-Bauten des Historismus (1780-1920) gegeben werden.


Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur äußerte sich Mitinitiator Ulrich Großmann, Generaldirektor des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg, zum Stand der Dinge: „Das Grobkonzept steht, jetzt gehen wir bis 2012 in die Feinplanung, wo es im wesentlichen um die Auswahl der Objekte geht“.

Präsentiert werden möglichst viele Originale wie Kamine, Kapitelle, Möbel oder Kachelöfen. Für den Umbau der Burg beginne ebenfalls zum Jahresbeginn die Planungsphase. Großen Raum würden Objekte aus dem Alltagsleben einnehmen, wie Kleidung, Kochgeschirr und Geräte.

Es gehe auch darum, gängigen Klischees von Rittern, die ständig in ihren Rüstungen durch die Gemäuer gelaufen seien entgegen zu wirken.

Zumeist sei die Epoche der Burgen nämlich friedlich gewesen. Zu jeder der dargestellten Epochen soll ein großes Modell einer für die jeweilige Zeit typischen Burganlage kommen.

heldburg_homepage
Eine Homepage hat das Museum schon – Screenshot von www.deutschesburgenmuseum.de

Größtes Ausstellungsstück ist jedoch die Heldburg selbst. Sie ist Beispiel für eine Burg des späten Mittelalters, die weitere Nutzung von Burgen zur Zeit der Renaissance und für die Burgenromantik im 19. Jahrhundert. Die Heldburg gehört der Thüringer Stiftung Schlösser und Gärten.

Die Anlage am Südrand des Thüringer Waldes wird bereits jetzt von 20.000 Besuchern pro Jahr besucht. Schon jetzt gibt es dort eine Ausstellung mit 30 Info-Tafeln, die über das geplante Museum informiert.

Die Gegend bietet Burgenfreunden auch weitere Schmakerl. In der Region befinden sich noch die Vesten Coburg, Kronach und Henneberg.

Im Trägerverein des zu gründenden Museums sitzen u.a. das Germanische Nationalmuseum, das Deutsche Historische Museum Berlin, der Freistaat Thüringen und die örtliche Kreissparkasse. Wer die Eröffnung 2013 nicht abwarten kann: Für 2010 ist die Sonderausstellung „Landgrafen und Raubritter – Burgen in Mitteleuropa“ im Deutschen Historischen Museum und im Germanischen Nationalmuseum geplant.

Anschrift: Veste Heldburg
Burgstr. 215
98663 Bad Colberg-Heldburg



2 Gedanken zu „Deutsches Burgenmuseum auf der Veste Heldburg: Eröffnung erst 2015“

  1. Hallo,
    bei der Suche nach den Herren von Rußwurm bin ich auf Hellingen gestoßen. Da das in Ihrer Nähe liegt, würde ich gern wissen, ob es sich um dieses Hellingen handelt oder das bei Königsberg in Bayern. Haben die von Rußwurm auch etwas mit Veste Heldburg zu tun? Können sie mir helfen? Danke!
    Frdl. Gruß Adolf Meyer, Weidekamp 5, 31275 Lehrte

Kommentar verfassen