Presseschau – Nachrichten aus der Welt der Burgen und Schlösser


Frühmittelalterliches Ruder in der Altsachsenburg gefunden
Bei Ausgrabungen an der Kaianlage der Burganlage im Stader Stadtteil Groß Thun aus dem Jahr 673 entdeckten Archäologie-Studenten der Uni Hamburg ein 1,32 Meter langes Ruder, das offenbar aus dem 7. Jahrhundert stammt. Der Fund könnte ein Indiz dafür sein, dass die Schwedenschanze genannte Burg am Elbnebenfluss Schwinge keine bloße Fluchtburg, sondern ein wichtiges Handelszentrum gewesen sein könnte.

Im nächsten Jahr wird es noch spannender. Dann wollen die Ausgräber eine Fläche untersuchen, die der Friedhof der Burgbewohner gewesen sein könnte. Das ist deshalb so interessant, weil der Großteil der Bevölkerung im Weser-Ems-Gebiet bis 568 nach England auswanderte. Und über die daheim gebliebenen Altsachsen, die Vorfahren der heutigen Niedersachsen, ist nur sehr wenig bekannt.
Mehr dazu im Hamburger Abendblatt

Potsdam ist wesentlich älter als sein Schloss
Ausgrabungen auf dem Areal des zerstörten Potsdamer Stadtschlosses aus dem frühen 16. Jahrhundert haben gezeigt, dass vor der Burg bereits Bürgerhäuser auf der Fläche gestanden haben. Diese ließen die adeligen Bauherren offenbar Stück für Stück abreißen. Außerdem entdeckten Archäologen Spuren einer germanischen Siedlung aus der frühen römischen Kaiserzeit, etwa ein Jahrhundert nach Christi. Die Arbeiten wurden unter anderem nötig, weil auf der Fläche der neue Brandenburger Landtag entsteht.
Mehr dazu in der Märkischen Allgemeinen

Burg Normannstein: 17 Jahre Sanierung beendet
Nach 17(!) Jahren ist das Wahrzeichen der thüringischen Stadt Treffurt, die Burg Normannstein, komplett saniert. 4,6 Millionen Euro hat die Mammutaufgabe gekostet. Im Kapellengebäude sind nun Gastronomie und ein Hotel zu finden.
Mehr dazu in der Thüringischen Landeszeitung

Harz-Burgen im Mini-Format
Auf dem ehemaligen Gartenschau-Gelände in Wernigerode entsteht gerade eine Modelllandschaft mit Burgen, Schlössern und anderen Sehenswürdigkeiten des Harz‘. Ehemalige Arbeitslose bauen zum Beispiel die Burg Falkenstein in einer – immer noch stattlichen – Länge von 5,80 Meter nach (Maßstab 1:25). Eröffnet werden soll der Miniaturenpark „Kleiner Harz“ am 1. Mai 2009
Mehr dazu in der Kölnischen Rundschau

Foto: Screenshot


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