Schloss Neuenburg: Polizei sucht Kanonendiebe


Screenshot von der Seite der Mitteldeutschen Zeitung

Der Altmetallklau macht auch vor historischen Burganlagen nicht halt. In der Nacht zum vergangenen Montag haben Unbekannte eine Kanone vor Schloss Neuenburg bei Freyburg (im Süden von Sachsen-Anhalt) gestohlen. Das meldet die Mitteldeutsche Zeitung.

Das gusseiserne Rohr stammte noch aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg und war mit einem Stahlträgern verdübelt – es befand sich schon seit 30 Jahren an seinem Standort vor dem Westtor des Schlosses.

Die Kriminellen müssen also mit schwerem Gerät vorgegangen sein, um das Rohr überhaupt von seiner Verankerung trennen zu können. Das Schloss verliert damit ein beliebtes Foto-Motiv. Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Diebstahl bei den Altmetallhändler der Region herumspricht – und sie die Diebe den Behörden melden, wenn sie versuchen sollten, das Rohr zu Geld zu machen. Der Direktor des Burgmuseums ist jetzt jedenfalls zu Recht ziemlich sauer.


Das ehemals kursächsische Schloss Neuenburg entstand aus einer der größte Burgen des Landgrafen von Thüringen. 1815 fiel das Gemäuer an Preußen und wurde schon Anfang des 19. Jahrhunderts zum beliebten Ausflugsziel. 1935 eröffnete ein erstes Museum.

Die DDR war natürlich mit dem Erhalt der Bausubstanz überfordert und ließ die Anlage verfallen. Sie war zwischen 1970 und 1989 geschlossen. Das Museum öffnete 1990 wieder. Heute gehört das Schloss der sachen-anhaltinischen Landesstiftung Schlösser, Burgen und Gärten.

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