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Burg Hohenfreyberg: Zerstörung der letzten Veste

Die mustergültig sanierte Ruine der Burg Hohenfreyberg / gemeinfrei

Die mustergültig sanierte Ruine der Burg Hohenfreyberg / gemeinfrei

Die große Zeit der Burgenbaus war im 12. und 13. Jahrhundert. Doch es gab auch im 15. Jahrhundert noch Nachzügler. Während die ersten einst stolzen Höhenburgen schon wieder verfielen oder zu wohnlicheren Schlössern wurden, entstand in den Jahren 1418 bis 1432 im südlichen Allgäu die Burg Hohenfreyberg. Und zwar als eine der letzten hochgelegenen, mittelalterlichen Wehrburgen in deutschen Landen.
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Schloss Spangenberg wird wieder zum Hotel

Schloss Spangenberg: Das Hotel wird zurzeit nicht betrieben / Foto: Wikipedia / Ingmar Runge / CC BY 3.0 DE

Schloss Spangenberg: Das Hotel wird zurzeit nicht betrieben / Foto: Wikipedia / Ingmar Runge / Lizenz: CC BY 3.0 DE

Überraschung auf Schloss Spangenberg: Silvana und Arno Gattschau werden neue Pächter des seit 2010 leer stehenden Schlosses – nach einer Sanierung sollen auch das Restaurant und Schlosshotel wieder öffnen.Das meldet die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine.

Die Gattschaus sind keine Unbekannten: Arno Gattschau ist Geschäftsführer der Hambacher Schloss Betriebs GmbH in Neustadt an der Weinstraße und auch des Hotel-Restaurant Schloss Engers in Neuwied.

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Die Bertradaburg: Geburtsort Karls des Großen?

Die Bertradaburg mit ihrem charakteristischen, zweitürmigen Tor / Foto: Wikipedia / Beckstet / CC-BY SA 3.0

Die Bertradaburg mit ihrem charakteristischen, zweitürmigen Tor / Foto: Wikipedia / Beckstet / CC-BY SA 3.0

Die Bertradaburg ist vermutlich nach Karls Urgroßmutter Bertrada der Älteren benannt / Foto: Wikipedia / Túrelio / CC-BY-SA 2.5

Die Bertradaburg ist vermutlich nach Karls Urgroßmutter Bertrada der Älteren benannt / Foto: Wikipedia / Túrelio / CC-BY-SA 2.5

Karl der Große wird zurzeit groß gefeiert. Aber wo wurde der großgewachsene Frankenherrscher 747 oder 748 geboren? Viele Orte reklamieren diese Ehre für sich, darunter Aachen, Prüm und Ingelheim.

Auch im Eifeldorf Mürlenbach (560 Einwohner) ist man überzeugt: Kaiser Karl muss ein Mürlenbacher gewesen sein.

Grund ist die den Ort überragende Bertradaburg. Hier soll laut örtlicher Überlieferung zur Zeit von Karls Geburt seine Mutter Bertrada die Jüngere gewohnt haben.
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Schloss Ottenhofen: Gemeinderat will Abriss




Auch der Südflügel von Schloss Ottenhofen soll abgerissen werden / Foto: Wikipedia / AHert / CC-BY-SA 3.0

Auch der Südflügel von Schloss Ottenhofen soll abgerissen werden / Foto: Wikipedia / AHert / CC-BY-SA 3.0

Der Gemeinderat von Ottenhofen bei Erding will kein heruntergekommenes Schloss mehr in der Ortsmitte des 1910-Einwohner-Fleckens dulden.

Die Kommunalpolitiker einigten sich in ihrer Sitzung am 20. Januar darauf, einen Abbruchantrag für das Gebäude mit Mietwohnungen zu stellen, dessen Kern aus dem 17. Jahrhundert stammt. Das meldet das örtliche Wochenblatt.

An Stelle des einst u-förmigen Hofmarkschlosses Ottenhofen (heute steht nur noch der Südflügel) soll am Schlossplatz eine schicke “neue Ortsmitte” entstehen – mit Arztpraxen und natürlich einem schönen Saal für Sitzungen des Gemeinderats.
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Stein’sches Schloss Nassau: Turm wird saniert




Das Stein'sche Schloss in Nassau / Foto: Wikipedia / Udo und Joan Fugel / CC-BY-SA 3.0

Das Stein’sche Schloss in Nassau / Foto: Wikipedia / Udo und Joan Fugel / CC-BY-SA 3.0

Wie lebt es sich so als preußischer Reformer nach dem Wiener Kongress? Am Freiherrn Heinrich Friedrich Karl vom Stein kann man das gut sehen. Es erging ihm jedenfalls nicht schlecht.

Der unbequeme Denker hatte im immer reaktionäreren Preußen zwar zwar politisch nichts mehr zu sagen, konnte aber sein Schloss in Nassau ordentlich ausbauen.

Zur Erinnerung an die Befreiungskriege ließ vom Stein 1815 einen achteckigen Turm aus rotem Sandstein – mitsamt Festsaal und Familienkapelle – errichten. Es war das erste Gebäude überhaupt im neuen neogotischen Stil der preußischen Rheinprovinz. Genau 200 Jahre später wird der Bau nun saniert.
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Nachts ausgesperrt auf Burg Bad Münstereifel



Stadttor und Mauer von Bad Münstereifel / Foto: Wikipedia / Tubs / CC-BY-SA 3.0

Stadttor und Mauer von Bad Münstereifel / Foto: Wikipedia / Tubs / CC-BY-SA 3.0

Rauchen ist ungesund, vor allem nachts auf Burgen: Das erlebte jetzt eine Touristin, die am Mittwochmorgen um 0.45 Uhr in der Burg Bad Münstereifel eine Zigarette rauchen wollte.

Die Frau hatte eine Ferienwohnung in der Burg der Grafen von Berg aus dem 13. Jahrhundert gemietet.

Zum Rauchen stellte sie sich auf den 15 Meter hoch gelgenen Balkon ihrer Wohnung, den ehemaligen Wehrgang. Während sie rauchte, schlug plötzlich die Balkontür zu und es war ihr nicht mehr möglich, zurück in die warme Wohnung zu kommen. Das Thermometer stand derweil bei fünf Grad.
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Keltische Mauern auf Schwäbischer Alb entdeckt




Die Mauern stammen aus der Zeit der Kelten / Foto: Landesamt für Denkmalschutz

Die Mauern stammen aus der Zeit der Kelten / Foto: Landesamt für Denkmalpflege

Die langhaarigen Kelten fühlten sich pudelwohl in Schwaben: Nur zehn Kilometer von der einstigen Keltenfestung Heuneburg haben Archäologen des Regierungspräsidiums Stuttgart eine sensationell gut erhaltene keltische Befestigung entdeckt.

Zum Fund gehört eine Opferstelle mit ein paar Skeletten von Opfern des Kelten-Kults. Der Ort liegt bei Langenenslingen im Kreis Biberach auf der schwäbischen Alb.
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Hachenburg: Das Schloss der Bundesbank




Schloss Hachenburg

Schloss Hachenburg über Hachenburg / Foto: Wikipedia / Hachenburger / CC-BY-SA 3.0

Viele Banker haben eine Vorliebe für Schlösser. Es hat einfach Stil, in royalen Räumen unter seinesgleichen zu sein und hoch über den Köpfen der nimmersatten Privatanlager und nervigen Dispo-Queens über Strafzinsen und neue hochkomplexe Finanzprodukte nachzusinnen.

Während sich hochbezahlte WestLB-Anlagestrategen auf Schloss Krickenbeck verlustierten, tagen Rheinland-Pfälzische Sparkassen-Spezialisten auf Schloss Waldthausen. Nachwuchs der NRW-Sparkassen soll demnächst auf der Hörder Burg in Dortmund herangezogen werden.
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Schloss Wiligrad: Welfen-Löwe zurück am Schweriner See



Schloss Wiligrad kurz vor Abschluss der Sanierung / Foto: Burgerbe.de

Schloss Wiligrad kurz vor Abschluss der Sanierung / Foto: Burgerbe.de

Der Braunschweiger Löwe vor dem Schweriner Dom: Eine Kopie steht jetzt vor Schloss Wiligrad / Foto: Wikipedia / Niteshift / CC-BY-SA 2.5

Der Braunschweiger Löwe vor dem Schweriner Dom: Eine Kopie steht jetzt vor Schloss Wiligrad / Foto: Wikipedia / Niteshift / CC-BY-SA 2.5

Mit der Enthüllung eines Nachgusses des Braunschweiger Löwen hat Mecklenburg-Vorpommerns Finanzministerin Heike Polzin den Schlosspark Wiligrad wieder der Öffentlichkeit übergeben.

2010 hatten die Sanierungsarbeiten auf dem 19 Hektar großen Grundstück in traumhafter Lage am Steilufer des Schweriner Sees begonnen. Nach der Enteignung der herzoglichen Familie der zu Meecklenburg 1945 warden Schloss und Parkgelände als Typhuslazarett, SED-Parteischule und als Polizeischule genutzt worden.

Zu DDR-Zeiten wurde der Park durch Bunker, Betonstraßen, Schießplätze, Sportanlagen, Garagen und einen Plattenbau fast vollständig zerstört.
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Die Marienburg in Polen: Wiederaufbau nach 1945




Die Marienburg in Polen: Der größte Backsteinbau der Welt / Fotos: SanFte für Burgerbe.de

Die Marienburg in Polen: Der größte Backsteinbau Europas / Fotos: SanFtE für Burgerbe.de

Erste Kriegsschäden auf der Marienburg im Frühjahr 1945 / Screenshot Youtbube (aus Deutsche Wochenschau 17. März 1945)

Erste Kriegsschäden auf der Marienburg im Frühjahr 1945 / Screenshot Youtbube (aus Dt. Wochenschau 17. März 1945)

Ein bunter Haufen aus 2500 deutschen Soldaten hatte sich im Frühjahr 1945 zwei Monate lang hinter den Backsteinmauern der alten Deutschordensburg Marienburg verschanzt und feuerte verzweifelt auf die immer wieder vordringenden Russen. Für die NS-Ideologie war der Platz ungemein wichtig.

Ein TV-Team des Propagandaministeriums kam vorbei, filmte Soldaten, russische Panzerwracks und Schäden am westpreußischen Gemäuer für einen Filmbeitrag der NS-“Wochenschau” vom 17. März 1945.
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