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Schloss Seeburg: Witwenturm ist verkauft

Schloss Seeburg am Süßen See / Gemeinfrei

Schloss Seeburg am Süßen See / Gemeinfrei

Der Witwenturm war zunächst als Batterieturm konzipiert und wurde nach 1515 zum Wohnturm umgebaut / gemeinfrei

Der Witwenturm war zunächst als Batterieturm konzipiert und wurde nach 1515 zum Wohnturm umgebaut / gemeinfrei

Auf einer in den Süßen See hineinragenden Landzunge steht ein Schloss. Ein malerisches Ensemble, das, läge es in Bayern, vermutlich sommers von Touristen geflutet würde. Aber das Renaissance-Schloss Seeburg liegt nun mal im südlichen Harz. Und da ist man über jeden Besucher froh, der auftaucht…

Seit 2006 konnte man auf dem Schloss heiraten, und zwar ausgerechnet im sogenannten Witwenturm. Im Oktober 2014 hat Architekt Gerd Fuchs aus Baden-Württemberg den historischen Turm und die angrenzende Schlosskirche an Ehepaar Langels aus NRW verkauft. Das meldet die Mitteldeutsche Zeitung.
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Schloss Stolberg (Harz) soll endlich zum Hotel werden

Schloss Stolberg im Südharz / Foto: Burgerbe.de

Schloss Stolberg im Südharz wird weiter saniert / Foto von Juni 2014: Burgerbe.de

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist auch Schlossherrin. Und das im Harz: 2002 übernahm die Stiftung das völlig heruntergekommene, geschichtsträchtige Schloss Stolberg, das auf dem Zwisselberg über dem Fachwerk-Städtchen Stolberg thront.

Stiftung, Spender, Land Sachsen-Anhalt und EU investierten massiv in die Sanierung, insgesamt flossen 22 Millionen Euro, darunter erhebliche Lotto-Mittel. Nun möchte der künftige Schloss-Pächter Dr. Clemens Ritter von Kempski hier bis 2017 ein Vier-Sterne-Hotel mit rund 50 bis 60 Zimmern in einem bislang ungenutzten Teil des Schlosses einrichten. Voraussetzung: Die Sanierung geht planmäßig weiter.
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Hilfe für Schloss Overhagen




Die Sanierung von Schloss Overhagen geht ins Geld: Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Die Sanierung von Schloss Overhagen geht ins Geld: Foto: Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Um Schloss Overhagen in Lippstadt sieht es nicht gut aus: Die Dächer des für zwei Millionne Euro zum Verkauf stehenden Anwesens sind zum Teil so marode, dass Schwammbefall auftritt. Hinzu kommen großflächige Schäden an Putz- und Mauerwerk. Angesichts der nötigen immensen Sanierungskosten war zeitweise sogar der Weiterbetrieb des privaten Gymnasiums Schloss Overhagen gefährdet.

Nun greift die Deutsche Stiftung Denkmalschutz erneut ein: Andreas Rotthoff, Vorsitzender des Schulvereins Schloss Overhagen, bekommt in diesen Tagen erneut einen Fördervertrag der Stiftung. Diese gibt weitere 90.000 Euro für die Wiederherstellung des Hauptdachs.
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Der rästselhafte Schacht von Burg Frauenstein

Die Ruine von Burg Frauenstein / Foto: Wikipedia / Jana2508

Die Ruine von Burg Frauenstein / Foto: Wikipedia / Jana2508 / CC-BY-SA 3.0

Burg Frauenstein im Erzgebirge gibt den Forschern seit langem ein Rätsel auf: Auf dem Gelände der größten sächsischen Burgruine findet sich ein 21 Meter tiefer, runder Schacht. Irgendwann im Hochmittelalter wurde er in den Felsen getrieben. Aber warum?

Die naheliegende Erklärung vom Burgbrunnen fällt aus, denn der Schacht ist bis zur Sohle hin völlig trocken. Auch die Nutzung als Regenwasserspeicher ist unwahtscheinlich, denn der Schacht ist viel zu schräg, um einen Eimer einigermaßen unbeschadet herauszuziehen.
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Bergedorfer Schloss: Sanierung für 3 Millionen nötig




Schloss Bergedorf mit seinem neogotischen Turm / Foto: Wikipedia / Reinhard Kraasch

Schloss Bergedorf mit seinem neogotischen Turm / Foto: Wikipedia / Reinhard Kraasch / CC-BY-SA 3.0

Das einzige echte Schloss in Hamburg (diverse luxuriöse Elbvillen mal nicht mitgezählt) steht vor einer Generalsanierung: 2,9 Millionen Euro sind nötig, um auf Schloss Bergedorf wieder Klarschiff zu machen. Das meldet das Hamburger Abendblatt.

Die nötigen Arbeiten reichen von einer Verbesserung des Brand- und Arbeitsschutzes bis zur Behebung technischen Raum- und Hygienemängeln.

Entstanden ist das Schloss aus einer Anfang des 13. Jahrhunderts errichteten Wasserburg. Bauherr war vermutlich Graf Albrecht von Orlamünde. Zumindest hatte er die Idee, hier das Flüsschen Bille aufzustauen, was ohne Burginsel wenig Sinn macht.
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Burg Rheinstein: Symbol der Rheinromantik

Burg Rheinstein: Ein romantisierender Wiederaufbau / Foto: Burgerbe.de

Burg Rheinstein: Ein romantisierender Wiederaufbau / Foto: Burgerbe.de

Burg Rheinstein: Tolle Lage am Fluss / Foto: Burgerbe.de

Burg Rheinstein: Tolle Lage am Fluss / Foto: Burgerbe.de

Preußen bekam durch den Wiener Kongress eine neue und ziemlich eigenwillige Provinz: Das Rheinland inklusive Karneval und Mittelrheintals. Für die Preußen-Prinzen war dieser entfernte Winkel ihres Reiches voller verfallener, billig zu habender Burgen eine Art architektonischer Abenteuerspielplatz.

Sie kauften, bauten um – und ließen dabei ihren romantischen Träumen von einem “Deutschen Mittelalter” freien Lauf: Einer Zeit, die ihrer Ansicht nach geprägt war von edlen, tapferen Rittern, die von ihren Burgen ihre gottesfürchtigen Bauern schützen – und dabei von keinen aufmüpfigen Sozis gestört wurden.

Die erste Anlage, die 1823 Prinz Friedrich von Preußen kaufte und im neugotischen Stil “wiederaufbauen” ließ, war die Burgruine Voitsberg bei Bingen.
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Deutsch-Polnischer Preis für Schloss Trebnitz




Schloss Trebnitz / Foto: Doris Antony / CC-BY-SA 3.0

Schloss Trebnitz / Foto: Doris Antony / CC-BY-SA 3.0

Großer Bahnhof in Berlin: Am Mittwoch werden die Außenminister der Bundesrepublik und Polens das Bildungs- und Begegnungszentrum Schloss Trebnitz mit dem renommierten Deutsch-Polnischen Preis auszeichnen.

Der Verein (der sich noch mit “ß” schreibt) teilt sich Ehre und Preisgeld von 20.000 Euro mit der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz (IJBS) in Polen.

Zur Entscheidung sagte der Vorsitzende des Preiskomitees, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke:
Beide Preisträger bringen durch ihre Arbeit Jugendliche zusammen. So wächst das zwischengesellschaftliche Fundament, auf dem die deutsch-polnischen Beziehungen beruhen. Schloß Trebnitz hat sich zu einem angesehenen Ort für deutsch-polnische Begegnungen im grenznahen Raum entwickelt.
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Burg Altena: Kritik an Erlebnisaufzug




Burg Altena: Im Burghof endet der Erlebnisaufzug  / Foto: Burgerbe.de

Burg Altena: Im Burghof endet der Erlebnisaufzug / Foto: Burgerbe.de

Der neue, 6,7 Millionen Euro teure Erlebnisaufzug zur Burg Altena ist nicht Jedermanns Sache. Ein Artikel im lesenswerten Mittelalter-Magazin Karfunkel hat jetzt eine Debatte um das Konzept entfacht.

Claudia Beckers-Dohlen, Chefredakteurin der Zeitschrift kritisiert, dass in den im Tunnel vor dem Aufzug gezeigten Filmen Sagen als Realität dargestellt würden und sich die gesamte Darstellung nur an Schüler richte.

Sie hätte sich eine ernstere Darstellung der Geschichte gewünscht. Aber das bislang Gezeigte sei “flapsig und lächerlich”.
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Der Rittersaal-Einsturz von Schloss Hamm




Schloss_Hamm

Schloss Hamm in der Eifel – an Stelle des eingestürzten Palas (links) befindet sich eine Terrasse / Foto: Wikipedia / Venetianer / CC-BY-SA 3.0

Schloss Hamm: Bergfried und Nordtor / Foto: Wikipedia / Gruesome Gary / CC-BY-SA 3.0

Schloss Hamm: Bergfried und Nordtor / Foto: Wikipedia / Gruesome Gary / CC-BY-SA 3.0

Großbrände und andere gravierende Unfälle waren auf Burgen und Schlössern leider alle paar Generationen zu erwarten. Manche Schicksalsschläge waren so furchtbar, dass die betreffenden Bauten jahrzehntelang von ihren Besitzern gemieden wurden.

Ein Beispiel dafür ist Schloss Hamm. Das steht nicht in Westfalen, sondern nahe Bitburg und war einst eine der größten Festungen der Eifel.

Gerhard von der Horst ließ auf deren Mauern im 17. Jahrhundert ein veritables Renaissanceschloss errichten, das immer noch wie eine trutzige Burg aussieht.
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Burg Loch: Notsicherung dank Förderkreis




22 Meter hoch: Der Bergfried von Burg Loch / Foto: Wikipedia / Burg Loch 01

22 Meter hoch: Der Bergfried von Burg Loch / Foto: Wikipedia / Burg Loch 01 / CC-BY-SA 3.0

Jahrelang ließ der Freistaat Bayern Burg Loch in der Oberpfalz, eine seltene Höhlenburg, verfallen. Die Besitzer hatten das Gemäuer 1988 aufgegeben, und die öffentliche Hand hatte kein Geld für Sanierungen.

Jetzt endlich die Wende: Die Notsicherung der Ruine ist angelaufen – weitgehend bezahlt vom 2008 gegründeten Förderkreis, der inzwischen 100 Mitglieder zählt. Davon berichtet die Mittelbayerische Zeitung.

50.000 Euro für die im Frühjahr erfolgte Verlängerung eines Fangzauns gegen Felsstürze sowie zehn Prozent der Sanierungskosten steuert der Markt Nittendorf bei.
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