Wikingerschatz von Sylt kommt nach Schloss Gottorf

Das Nydamboot auf Schloss Gottorf / Foto:  Wikipedia/Erik Christensen
Das Nydamboot auf Schloss Gottorf / Foto: Wikipedia/Erik Christensen / CC-BY-SA 3.0 / Foto oben: Das Morsumer Kliff. In seiner Nähe wurde der Wikingerschatz gefunden / Foto: Ichwarsnur / CC-BY-SA 4.0

Überraschender Fund aus der Wikingerzeit: Im vielfach umgepflügten Boden eines Acker auf Sylt sind Archäologen auf den größten Silberschatz dieser Epoche gestoßen, der bislang in Schleswig-Holstein entdeckt worden ist. Am Montag wurde der Fund des insgesamt rund ein Kilogramm schweren Horts aus 180 Teilen öffentlich bekannt gegeben. Er wird auf die Zeit um 950 n.Chr. datiert.

Entdeckt wurde der Schatz bereits auf einem Acker in Sylt-Morsum, das sonst vor allem durch sein Kliff bekannt ist. Der Schatz besteht aus gut erhaltenen Armringen, Fingerringen, einem Halsring, aber auch Münzen, Metallbarren und Schmelzresten.
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Hessen saniert Schloss Rauischholzhausen

Frontseite von Schloss Rauischholzhausen / Foto: Wilipedia / hamailAhmad / CC-BY-SA 4.0 / Foto oben:
Frontseite von Schloss Rauischholzhausen / Foto: Wilipedia / hamailAhmad / CC-BY-SA 4.0 / Foto oben: Wikipedia / Ralf Roletschek / CC-BY-SA 3.0

Schloss Rauischholzhausen soll ab 2020 für einen wohl zweistelligen Millionenbetrag saniert und anschließend als Tagungsstätte der Unis Gießen, Marburg und der Technischen Hochschule Mittelhessen genutzt werden.

Eine entsprechende Absichtserklärung haben Hessens Finanzminister, der Wissenschaftsminister und der Präsident der Gießener Universität unterschrieben. Das hessische Finanzministerium schätzt den Investitionsaufwand auf rund 24 Millionen Euro.
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Schloss Ebersdorf: Vom Kreistag in Geheimsitzung verscherbelt

Schloss Ebersdorf, Südseite / Foto (und Foto oben): Wikipedia / Michael Sander / CC-BY-SA 3.0
Schloss Ebersdorf, Südseite / Foto (und Foto oben): Wikipedia / Michael Sander / CC-BY-SA 3.0

Geht es nach dem Kreistag Saale-Orla, dann ist die Zukunft des leer stehenden Schlosses Ebersdorf in Saalburg-Ebersdorf (Thüringen) vorerst Geheimsache.

Wie die Ostthüringer Zeitung berichtet, hat der Kreistag in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, die einstige reuss’sche Residenz mit ihrem Park und 120 Zimmern für einen eher symbolischen Preis von 100.000 Euro an einen unbekannten Investor zu verkaufen.

Die Entscheidung hat ein Geschmäckle, da der Kreistag zuvor nach OTZ-Information ein Kaufangebot von 160.000 Euro des Vereins „Zukunft für Schloss Ebersdorf“ abgelehnt hat. Wieso der Kreistag das 60 Prozent höhere Kaufangebot nicht nutzt, ist unbekannt.


„Wir hatten eine umfassende Präsentation mit einem Konzept für die öffent­liche Nutzung des Schlosses eingereicht“, erklärt ein Vereinsmitglied in der OTZ.

Offenbar halten die Politiker Versprechen des Investors für realistisch, das marode ehemalige DDR-Pflegeheim durch eine lediglich 400.000 Euro hohe Investition sanieren zu können. Der Verein schätzt den Investitionsaufwand hingegen auf vier Millionen Euro.

Der Park von Schloss Ebersdorf mit Teichhaus auf einer 1908 gestempelten Postkarte / Foto: gemeinfrei
Der Park von Schloss Ebersdorf mit Teichhaus auf einer 1908 gestempelten Postkarte / Foto: gemeinfrei / Heute sieht der Schlossteich so aus.

Das Landratsamt mauert in der Sache. Zugegeben wird lediglich, dass eine Wand des Schlosses von Hausschwamm befallen ist.

Eine öffentliche Diskussion um den Verkauf des Schlosses lehnt der Kreistag ab, was in meinen Augen ein Skandal ist. Wie oft müssen Politiker gerade in Mitteldeutschland eigentlich auf Investoren mit völlig unrealistischen Plänen hereinfallen? (Ob das im konkreten Fall so ist, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber ein derart intransparentes Verfahren lässt schon die Alarmglocken klingen)

Zur Geschichte:
Das Schloss entstand an Stelle einer Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. 1682 hatte Graf Heinrich I. von Reuß-Schleiz das Rittergut gekauft.

Von 1690 bis 1693 entstand hier das barocke Residenzschloss für die Herrscher der kleinen Grafschaft Reuß-Ebersdorf: Eine unregelmäßige Vier-Flügel-Anlage um einen zentralen Innenhof.

Lola Montez auf einer Daguerrotypie 1851 - acht Jahre nach dem Rauswurf aus Ebersdorf / Foto: gemeinfrei
Lola Montez auf einer Daguerrotypie 1851 – acht Jahre nach dem Rauswurf aus Ebersdorf / Foto: gemeinfrei

Der Westflügel wurde zwischen 1788 und 1792 klassizistisch umgebaut. 1843 war hier die Tänzerin Lola Montez zu Gast bei Graf Heinrich LXXII. Reuß (jüngere Linie). Die Tänzerin soll sich derart unmöglich benommen haben, dass der Graf sie aus seinem Mini-Staat ausweisen ließ.

Graf Heinrich LXXII. regierte noch, als 1848 aufgebrachte Bürger mit Forderungen an die Schlosstür pochten (Pressefreiheit, Volksvertretung und unabhängige Rechtsprechung). Der Graf hatte zwar Verständnis, dankte angesichts der Demonstration allerdings ab und verschwand nach Sachsen.

Nach Ende der Revolution übernahm ein anderer Zweig der reuss’schen Linie die Macht.

1945 wurde die Fürstenfamilie durch die Besatzungsmacht enteignet. Das Schloss wurde zum Pflegeheim umgebaut. Das Heim arbeitete bis ins Jahr 2000 und steht seitdem leer.

Nach der Einheit klagten die Erben der Fürstenfamilie auf Rückübertragung der Denkmalimmobilie und blockierten somit Lösungen. Inzwischen ist das Problem geklärt, was den Weg für einen neue Besitzer frei machte (wer sich für die Hintergründe interessiert, es ist ziemlich kompliziert).

Weiterlesen:
Hier geht es zum Artikel in ser Ostthüringer Zeitung: „Kreistag stimmt Verkauf von Schloss Ebersdorf zu

Seite des Vereins „Zukunft für Schloss Ebersdorf

Umfangreiche Informationen zur Schlossgeschichte bietet die Seite „Reussische Fürstenstraße

Thorsten Erber aus Bamberg betreibt eine ausführliche Seite über den Zustand von Schloss Ebersdorf und die nötigen Sanierungsmaßnahmen. Er würde das Schloss auch gern kaufen.

Schloss Tannenfeld wird verkauft und Demenzzentrum

Die leer stehende Villa Planegg gehört mit zum Paket / Foto: Wikipedia / Wikswat / CC BY-SA 3.0 unported
Die leer stehende Villa Planegg gehört mit zum Paket / Foto: Wikipedia / Wikswat / CC BY-SA 3.0 / Foto oben: Schloss Tannenfeld / Wikipedia/Lucas Friese/CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0unported

Das verfallende Schloss Tannenfeld des Landkreises Altenburg soll am Dienstag (29. August) für 280.000 Euro an eine Investorengruppe verkauft werden. Diese plant, die einstige psychiatrische Fachklinik für zwölf Millionen Euro zu einem Demenzzentrum zu machen. Das meldet die Leipziger Volkszeitung (LVZ).

Damit geht eine jahrelange Hängepartie zu Ende. Das Schloss war zuletzt nur noch Ziel von Lost-Places-Freunden und verfiel zusehends. Die Investoren wollen zurzeit noch ungenannt bleiben. Die Bauarbeiten sollen im Mai 2018 beginnen und 2022 abgeschlossen sein.

Zu Schloss Tannenfeld nahe der Autobahnabfahrt Ronneburg gehören drei benachbarte Villen, eine zentrale Kläranlage und ein 14,8 Hektar großer Park.

Die Investoren wollen alle Gebäude sanieren und um einen dreigeschossigen Neubau mit 1300 Quadratmeter Fläche ergänzen, schreibt die LVZ.
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Liliane Susewind: Drehort Burg Dreiborn

Das Schauspieler-Team von "Liliane Susewind" © 2017 Sony Pictures Releasing GmbH
Das  Team von „Liliane Susewind“ © 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

Die Geschichte von Liliane Susewind, dem rothaarigen Mädchen, das mit Tieren sprechen kann, kommt im Mai 2018 in die Kinos.

Gedreht wurde die Geschichte aus den beliebten Romanen der Kinderbuchautorin Tanya Stewner unter anderem auf Burg Dreiborn in der Eifel.

Mit dabei „Stromberg“-Darsteller Christoph Maria Herbst mit grauer Wuschel-Mähne als Tierpfleger Toni und Meret Becker als Zoodirektorin. Die elfjährige Hauptfigur wird von Malu Leichler dargestellt.

Ihren Vater Ferdinand spielt der Schauspieler und Sänger Tom Beck (Alarm für Cobra 11). Der „Wochenspiegel“ hat die Dreharbeiten besucht.
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